Aus tiefem Leiden entsteht tiefes Mitgefühl

Das internationale Netzwerk engagierter Buddhisten

Franz-Johannes Litsch


Die Lehre des Buddha:
Ein Weg zu sich selbst,
Ein Weg zu den anderen,
Ein Weg aus dem Leiden heraus.



Im Februar 1989 kamen in einem buddhistischen Kloster in Thailand 36 Mönche, Nonnen und Laien aus elf verschiedenen Ländern zusammen, um eine Initiative zu gründen, die sich den Namen International Network of Engaged Buddhists, abgekürzt INEB gab. Fünf Programmpunkte wurden festgelegt: Drei weltweit bekannte buddhistische Lehrer übernahmen die Patenschaft für das entstehende Netzwerk: Buddhadasa Bhikkhu, Abt und Theravadalehrer in Thailand, Thich Nhat Hanh, im Exil lebender Zenmeister aus Vietnam sowie S.H. der Dalai Lama, Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Wenige Jahre später, bei der letzten INEB-Konferenz 1997 umfasst das Netzwerk bereits einige hundert beteiligte Personen und Gemeinschaften aus über 30 Ländern der Erde. Die auf der Konferenz und in der internationalen Netzwerk-Zeitschrift SEEDS OF PEACE behandelten Themen sind vielfältig, zeugen von der Weite und Gegenwärtigkeit dieser neuen buddhistischen Bewegung, die sich dennoch ganz in der von Shakyamuni Buddha vor 2500 Jahren begründeten Tradition sieht.


Engagierten Buddhismus tief verstehen

Im Begriff 'engagierter Buddhismus' und im Netzwerk engagierter Buddhisten fließen zahlreiche Einzelströmungen des Dharma aus dessen alter wie neuerer Geschichte zusammen. Alle treffen sich darin: Ausgangspunkt jeglicher buddhistischen Lehre und Praxis ist die Existenz des Leidens in der Welt. Die entschlossene Absicht, das Problem des Leides im Dasein der Wesen zu lösen, führte ehemals Gautama Shakyamuni in die Hauslosigkeit, brachte ihn zum 'Erwachen' unter dem Bodhibaum und lies ihn bis zu seinem Tode 45 Jahre lehrend und wirkend durch Nordindien umherziehen. Engagierter Buddhismus hat keinen anderen Bezugspunkt als diese in den 'vier edlen Wahrheiten' niedergelegte Grundmotivation des Buddha: das Leid wahrnehmen, die Ursache des Leids erkennen, die Möglichkeit seiner Überwindung sehen, den Weg der Überwindung des Leids gehen. Engagierter Buddhismus ist kein Konzept für eine heile oder gar leidfreie Welt. Auch ein buddhistisches 'Paradies auf Erden' wird es nie geben, denn alles unterliegt beständigem Wandel und grundsätzlicher Unvollkommenheit. Dennoch bleibt dem menschlichen Leben nur eine Alternative, in endloser Wiederholung im Leiden zu verharren oder an dessen jeweiliger bis entgültiger Überwindung zu arbeiten.

Auf zweifache Weise vollzieht der Buddha diesen Weg: durch unbegrenzte Entfaltung von Einsicht und liebender Güte, Weisheit und Mitgefühl, Geist und Herz. Beides ist untrennbar miteinander verbunden, bedingt und verwirklicht sich wechselseitig. Beides ist Weg und Frucht der Überwindung der Illusion von einem abtrennbaren Ich, der von Buddha erkannten Ursache allen Leids. Wo die gängige Vorstellung einer Trennung von Selbst und Nicht-Selbst, Ich und Welt, Subjekt und Objekt, Innen und Außen, Sein oder Nichtsein, Leben oder Tod aufgegeben wird, ja wo die Vorstellung von festen, begrenzten und dauerhaften, nebeneinander existierenden Dingen (Gegenständen) verschwindet, wo schließlich auch die Selbsttäuschung durch alle fixierenden Begriffe, Konzepte und Ideologien durchbrochen wird, da entsteht das, was einst der Zenmönch Bodhidharma vor dem chinesischen Kaiser schlicht 'Große Weite' nannte. Die hier erfahrene Leerheit ist zugleich die grenzenlose Fülle, das Loslassen von aller Anhaftung ist zugleich die Zuwendung zu allem Leidvollen, die Freiheit von jeglichem Ego ist zugleich die Verbundenheit mit allem was ist.

Nicht nur Buddhas Ziel, sein Weg selbst ist von grenzenloser Weite. Buddha, 'der Erwachte' ist nicht nur zur Wahrheit über die Welt und über sich selbst erwacht, er ist auch zur Wahrheit seiner selbst erwacht. Buddha ist zur vollständigen, unbegrenzten Fülle seiner Möglichkeiten, seines Menschseins, seiner Buddha-Natur erwacht. Und mehr noch, er ist nicht nur und nicht eigentlich zu 'seinem' Menschsein und 'seiner' Buddha-Natur erwacht, sondern zum Menschsein aller und zur Buddha-Natur von allem was da ist. In Buddha ist letztlich die Menschheit, ja die Wirklichkeit zur Wahrheit und Fülle erwacht. So beginnt Buddhas Weg des Erwachens, der Befreiung und der Verwirklichung bei ihm selbst, aber endet nicht bei ihm selbst, sondern im Erwachen, in der Befreiung, in der Verwirklichung des ganzen Universums. Dies, die Befreiung aller Wesen ist die grenzenlose Vision und Aufgabe, die Buddha uns letztendlich hinterlassen hat. Und darum konnte Thich Nhat Hanh auch den Gedanken aussprechen, daß der uns von Buddha Shakyamuni vorausgesagte zukünftige Buddha Maitreya möglicherweise nicht als Einzelperson sondern als Sangha, als Gemeinschaft erwachter und liebevoll miteinander verbundener Menschen in der Welt erscheinen wird.

Obwohl Buddhismus so letztlich immer engagierter Buddhismus ist, gewinnt dieser Begriff seine berechtigte Verbreitung und Bedeutung dadurch, daß er diesen überindividuellen Aspekt von Dharma-Verständnis und die sich daraus ergebenden Aspekte von Dharma-Praxis besonders betont. Es ist die Einsicht in unser Beteiligtsein, unsere Mitweltlichkeit, unsere grenzenlose wechselseitige Verbundenheit. Aus der Pali-Überlieferung kennen wir sie als 'Paticca Samupadda' (wechselseitig bedingtes Entstehen), Mahayana-Schriften sprechen vom 'Netz des Indra' oder 'Buddha-Feld' (auch 'Tantra' oder 'Mandala'), Thich Nhat Hanh nennt es 'Interbeing' und S.H. der Dalai Lama unsere 'Universale Verantwortlichkeit'. Lateinisch-englisch 'Interbeing' heißt nur-lateinisch: Interesse! Es gibt nichts in der Welt, wovon ich getrennt bin, so geht mich alles etwas an. Alles, auch weit entferntes hat mit mir zu tun, ich kann mich nicht aus der Welt herausnehmen. Das bedeutet, daß alles was ich tue, Einfluß auf die Welt hat und umgekehrt wieder auf mich zurückwirkt (Karma genannt), aber ebenso, daß ich, indem ich mich ändere, auch die Welt verändern kann, mein und ihr Leid überwinden kann. Doch die Welt kann sich nur ändern, wenn ich sie durch mein Festhalten nicht daran hindere, wenn ich innerlich frei, in Gleichmut und Frieden bin. Darum ist meine Befreiung, die Befreiung des anderen und die des anderen, wiederum meine.


Engagierten Buddhismus praktizieren

So mancher mag glauben, es gehe beim engagierten Buddhismus in der Praxis ums 'engagiert sein' im üblichen Sinne, also um viel Aktivität und Aktionismus. Das ist ein grobes Mißverständnis. Wo auch immer wir auf dem Weg Buddhas gehen, geht es nicht um Quantität sondern um Qualität. Engagierten Buddhismus zu praktizieren meint nicht, daß wir noch mehr Wirbel und Action entfalten, noch eifriger und fleißiger, noch überzeugter und vielleicht sogar fanatischer sein sollen wie andere. Es meint, daß wir aus der Einsicht in unsere universale Verantwortlichkeit in besonderer Weise darauf achten wollen, unsere innere und individuelle spirituelle Praxis in unsere äußere, überindividuelle Alltags und Gegenwartswelt zu tragen, sie dort einzubringen, sie dort vielleicht sogar zu integrieren.

Der Weg Buddhas ist der Weg der Mitte, wir üben uns darin, nicht die Balance zu verlieren. In unserer Welt der Hektik, des Unfriedens, der Gier, des Hasses und der Illusionen - in einer Welt, in der wir uns ständig im Außen verlieren, hat es eine zutiefst umwälzende Bedeutung, wenn wir zu uns selbst und unserem Inneren zurückkehren und zur regelmäßigen Übung des Loslassens, des inneren Friedens und der Meditation finden. Doch wie im Außen können wir uns auch im Innen verlieren. Aus der vermeintlichen Zuflucht zum Buddha, kann leicht eine Flucht vor der Welt und dem Leben werden. (Und dies entspricht durchaus dem Trend der Zeit, der uns die Virtual Reality als bessere Welt verkaufen will). Dann kann Meditation und Spiritualität als Weg erscheinen, endlich die Augen schließen zu können und nicht mehr sehen zu müssen, was um uns ist und geschieht. Doch zwangsläufig, ob auf dem Kissen dämmernd, in tiefgründige Schriften vertieft oder gebannt vom Anblick erhabener Meister, die ersehnte Ruhe wird vom Weltgetriebe und seinem Unfrieden 'gestört'. Solange wir die Welt als störend betrachten, so lange wir ihr die Schuld an unserem Leiden geben und sie loswerden wollen, solange sind wir nicht auf dem Wege der Zuflucht sondern der Flucht vor dem Dharma. Darum finden wir wirklich zur Stille und zu uns selbst nur, wenn wir uns von der Unruhe und Welt weder fangen lassen noch vor ihr flüchten, wenn wir uns ihr mit Frieden und Achtsamkeit zuwenden können.

Engagierter Buddhismus ist so die bewußte Rückkehr von der Meditation in die Aktion, vom Kissen an den Arbeitsplatz, vom Meditationsraum in unseren Lebensraum, von der Sangha in die Gesellschaft, von der Klause in den Bergen hinunter auf den Marktplatz. Es geht darum, die Meditation zu verlassen, ohne die Meditation zu verlassen. Es gilt dieses Koan, diese Paradoxie, die sich uns Schülern des Buddha unvermeidlich als konkrete Schwierigkeit und Herausforderung unseres Lebens einstellt, bewußt und schöpferisch zu bewältigen. Es gilt unsere Praxis der inneren Befreiung von leidverursachendem Denken und Fühlen auch nach außen in unser persönliches Leben und Handeln zu tragen, in unsere unmittelbare Alltagswelt, wie auch in die von uns nicht abtrennbare größere soziale, gesellschaftliche und ökologische Mitwelt.

Das erfordert, daß wir uns unser tägliches Leben in seiner ganzen Breite und Ungereimtheit ansehen und so tief und so weit wie möglich mit der Einsicht und dem Mitgefühl des Buddha erhellen und durchdringen. Ob es unsere Arbeit, unser Beruf, das Studium oder die Freizeittätigkeit ist, die zumeist besonders leidvolle Geschichte unserer Liebesbeziehungen, die Schwierigkeiten mit unseren Kindern oder Eltern, die Konfrontation mit Einsamkeit, Krankheit und eigenem Tod oder der uns nahestehender Menschen, es ist notwendig, daß wir unser kleineres oder größeres, aber konkretes Leiden wirklich sehen und tief berühren. Und daß wir, unsere Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha nehmend, praktizierbare Antworten und Wege finden, es heilsam zu transformieren.

Je tiefer wir dabei auf dem Wege Buddhas in uns und unser Leiden schauen, desto weniger werden wir damit fortfahren, zwischen 'meinem' Leid und 'anderem' Leid zu trennen. Und so kann in uns das Bedürfnis, die Freude und die Kraft entstehen, uns in der Bewältigung jedweden Leids und in konkreten Projekten 'tätigen Mitgefühls' (Karuna) zu engagieren wie z.B.

Für einen Dharmaschüler besteht zweifellos die wertvollste Hilfe, die er jemandem geben kann, darin, das Dharma weiterzugeben, einem Menschen auf dem Weg der entgültigen Befreiung vom Leid hilfreich zu sein. Aber leider will auch unser Ego für sich immer das Höchste und Beste. Darum sollten wir bei unserem Wunsch, anderen das Dharma lehren zu wollen, mißtrauisch sein. Wir können bescheidener beginnen und dabei lernen anderen zu helfen und ichfrei zu werden.


Quellen für engagierten Buddhismus

Es war der vietnamesische Zenlehrer, Poet und Friedensaktivist Thich Nhat Hanh (Thay), der den Begriff 'engagierter Buddhismus' weltweit bekannt gemacht hat. Tatsächlich ist er aber nicht dessen Erfinder, sondern entstand der Begriff in der vietnamesisch-buddhistischen Erneuerungsbewegung der 30er Jahre. Von jener ausgehend entfalteten Thay und zahlreiche vietnamesische Buddhisten in den 50er Jahren ein sehr erfolgreiches Sozialengagement. Es entstand die Van Hanh Universität und die Schule für Sozialarbeit in Saigon, die Zehntausende junger Menschen zur Hilfe aufs Land senden konnte. Und es entstand der erste Orden für engagierten Buddhismus, der für Mönche, Nonnen und Laien offene, heute weltweit verbreitete Tiep Hien Orden (Order of Interbeing).

Als das Land zunehmend in das unsägliche Grauen und Leid des Vietnamkriegs geriet, war es den Mönchen und Nonnen nicht möglich, in Meditationsübung in ihren Pagoden zu verharren, während ringsum die Bomben fielen, geschossen wurde und die Frauen und Kinder um Hilfe schrien. So entschlossen sie sich, wie Thich Nhat Hanh es formulierte: 'die Meditationshalle zu verlassen und zu helfen, ohne die Meditation zu verlassen'. Es galt den Frieden der Meditation auf die Schlachtfelder und in die Herzen der Menschen zu tragen. Es entstand eine mächtige vietnamesischbuddhistische Friedensbewegung, doch gelang es ihr nicht, den Krieg zu beenden, weil das Schicksal der Menschen weit weg, in den USA entschieden wurde. Deshalb entschloss sich Thay in den Westen zu gehen. Er nahm Kontakt auf mit der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Martin Luther King, tief beeindruckt von Thich Nhat Hanh und seiner Offenheit für die Menschen beider, verfeindeter Seiten, wurde daraufhin zum entschiedenen und wirkungsvollen Gegner des US-Krieges in Vietnam und mußte mit dem Tod dafür bezahlen. Doch die Kraft gewaltfreier Aktion hat seither auch im Westen ihren unauslöschlichen Wiederhall. Ausgeschlossen aus seiner Heimat weitete sich Thays Friedensengagement schließlich zur Friedensarbeit im Herzen jedes Menschen an jedem Ort der Erde in jedem Augenblick.

Eine andere Quelle für diese Bewegung und das Netzwerk, ist die Lehre und das Wirken des thailändischen Mönchs und Dhammalehrers Buddhadasa Bhikkhu (1993 verstorben). Thailand und der thailändische Buddhismus sind in den letzten Jahrzehnten mit dem enormen Einbruch der westlichen Industrie und Konsumkultur konfrontiert. Buddhadasa hatte deren Wirkung auf Denken und Verhalten der Menschen schon früh erkannt und setzte dagegen auf die Erneuerung der thailändischen Gesellschaft aus dem Geist und Modell des buddhistischen Sangha. Er entwickelte das Konzept eines 'Dhamma-Sozialismus', erneuerte die Tradition der buddhistischen Waldmönche und wiederbelebte die Methode des 'Anapanasati', der klassischen Meditationspraxis des Buddha (Atem-Achtsamkeit). Ausgehend von seinem in ganz Südostasien bekannten Reformkloster Wat Suan Mokkh fanden sich zahlreiche Nachfolger unter Klöstern, Mönchen und Laien. Er setzte wichtige Impulse für die Überwindung der Mißachtung der Frauen und Nonnen in der thailändischen Gesellschaft und erhob früh seine warnende Stimme gegen die verheerende Zerstörung der tropischen Wälder und Natur in Südostasien.

Einer der Schüler Buddhadasa Bhikkhus ist der thailändische Sozialaktivist und Wortführer der gewaltfreien Demokratiebewegung Prof. Sulak Sivaraksa . Ajahn Sulak, früh einer der führenden Intellektuellen Thailands, heute 62, setzte in den ideologischen Konflikten zwischen westlichem Kapitalismus und östlichem Sozialismus konsequent auf Buddhas Weg der Mitte, den Geist der Gewaltfreiheit und der Offenheit. Offenheit, das hieß für ihn auch Wahrhaftigkeit. Beides bewies Sulak in zahlreichen Fällen. Mehrfach wurde er für seine Reden und Veröffentlichungen verhaftet, ins Gefängnis geworfen, vor Gerichte gebracht, ins ausländische Exil gezwungen, seine Bücher von Militärs öffentlich verbrannt. Doch sein Ansehen bei vielen Menschen hat ihn bis heute immer geschützt. Insbesondere auf Sulaks Initiative hin kam es 1989 zur Gründung des INEB. Im Oktober 1995 wurde Sulak Sivaraksa zusammen mit Menschenrechtlern verschiedener Länder der Alternative Nobelpreis verliehen.

Nachdem Buddhadasa Bhikkhu 1993 im hohen Alter verstarb, wurde Maha Ghosananda, der 70jährige 'Supreme Patriarch' von Kambodscha dessen Nachfolger im INEB. 'Gandhi Kambodschas' nennen heute viele den zierlichen Mönch mit dem liebevoll verschmitzten Lächeln. Zum Vesakhfest 1995 wiederholte er nun bereits zum 4. Mal den Dhamma-Yatra, den Marsch des Friedens durch sein von Krieg, Bürgerkrieg und Terror gepeinigtes Land. Tausende von Teilnehmern begleiteten ihn jeweils auf dem mehrere hundert Kilometer langen Fußmarsch durch Sümpfe, Minenfelder und Kriegsgebiet bei sengender Hitze - damit unter den verzweifelten und von Haß vergifteten Menschen den Samen von Frieden, Versöhnung und Hoffnung sähend. 'Aus tiefem Leiden entsteht tiefes Mitgefühl', so kennzeichnet Maha Ghosananda seine Botschaft.

Eine dritte bedeutende Kraft und Inspiration für buddhistisches Engagement geht von der Person des gegenwärtigen 14. Dalai Lama aus, dem spirituellen und politischen Oberhaupt des von China unterworfenen Tibet. Seit über 40 Jahren bemüht sich der Dalai Lama nun auf einem konsequent gewaltfreien Weg um die Schaffung von Bedingungen, die dem tibetischen Volk und Buddhismus das Weiterleben ermöglichen. Dabei ist der Friedensnobelpreisträger heute zu einem weltweit hoch geachteten Vorbild und Wortführer für Menschlichkeit, Toleranz und Verantwortung für die Erde als Ganze geworden, für viele Menschen geradezu die ideale Gestalt einer buddhistischen Persönlichkeit verkörpernd.

Mit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts ist das Dharma in den Westen gekommen. In Westeuropa, Nordamerika und neuerdings auch in Osteuropa stößt die Lehre und Praxis des Buddha auf große Resonanz. Manche gesellschaftlichen Bereiche (Psychotherapie, Kunst, Naturwissenschaft, christliche Spiritualität) sind bereits tief von buddhistischem Geist beeinflußt. Diese Ausbreitung ist eng verbunden mit den breiten kulturkritischen Bewegungen der sechziger und siebziger Jahre. Die literarischen Väter der Beat-Generation in den 50er Jahren wie Jack Kerouac, Alan Ginsberg, Gary Snyder waren phasziniert vom Zen-Geist und BodhisattvaIdeal. Und als unter den jungen Männern der USA die einen ihre Bomben auf Dörfer und buddhistische Tempel in Vietnam, Kambodscha oder Laos niedergehen ließen, bemühten sich zugleich andere um die Ordination als buddhistische Mönche oder setzen sich im Lotussitz auf Schienen um Militärtransporte zu stoppen. Der heutige amerikanische Buddhismus ist ein ausgeprägt engagierter Buddhismus. In ihm verbindet sich die tiefe und sanfte Lebensweisheit des Ostens mit der praktischen und mutigen Lebenszugewandtheit des amerikanischen Westens. Dies manifestierte sich 1978, als auf Initiative des Zenmeisters Robert Aitken Roshi die Buddhist Peace Fellowship' ins Leben gerufen wurde. Sie ist heute im Westen eine der breitesten buddhistischen Organisation mit einer Vielzahl herausragender Dharma-Lehrer und beeindruckender Menschen (Jack Kornfield, Tetsugen Glassman Roshi, Baker Roshi, Christopher Titmuss, Gary Snyder, Philip Wahlen, Peter Matthiessen, Stephan Batchelor, Pema Chödrön, Joana Macy, Joan Halifax, Arnold Kotler, Claude AnShin Thomas...). Den neuen Wind von westlichem Buddhismus brachte die BPF auch in die Entstehung und Entfaltung des International Network of Engaged Buddhists ein.


Themen im internationalen Netzwerk

Nicht erst unser neues ökologisches und kommunikationstechnisches Denken hat die Begriffe 'Vernetzung' und 'Netzwerk' als paradigmatische Idee hervorgebracht, tatsächlich sind sie (wie wir bereits sahen) uralte buddhistische Bezeichnungen für das Wesen der Wirklichkeit selbst. Ein Netzwerk bringt zugleich Verbundenheit wie Offenheit zum Ausdruck. Im global denkenden, lokal handelnden Engagement bekunden und manifestieren wir in individueller Freiheit unsere wechselseitige Verbundenheit.

Diese Verbundenheit über alle kulturellen, sprachlichen und religiösen Grenzen hinweg wird bei den bislang jährlich stattfindenden Jahrestreffen des INEB begeisternd und bewegend erfahrbar. Da begegnet der Theravadamönch aus Burma, der zum ersten Mal unter Gefahren sein Dschungeldorf verlassen hat dem ehemaligen Hippie und heutigen Zenpriester aus Berkeley. Zutiefst bescheidene und liebenswürdige Nonnen (Maejis) aus Thailand sprechen mit einem hohen tibetischen Lama über Erfahrungen in der Bemühung, die Abholzung der heimatlichen Wälder zu stoppen. Angehörige einer verfolgten buddhistischen Minderheit aus Bangladesh hören vom Leid und der Wiedergeburt einer tibetischbuddhistischen Minderheiten aus Burjatien, Rußland. Ein kambodschanischer Mönch, der im Vietnamkrieg und nachfolgenden Terror der Roten Khmer seine ganze Sangha und Familie verloren hat, eine junge Amerikanerin, die fließend Khmer spricht, und ein ehemaliger amerikanischer Jesuit berichten von ihrer gemeinsamen Arbeit für Gewaltfreiheit unter kambodschanischen Flüchtlingen. Deutsche Buddhisten setzen sich mit japanischen zusammen und sprechen darüber, wie sich engagierter Buddhismus vom westlich geprägten sozialen oder politischen Engagement unterscheiden muß. Die Teilnehmer aus allen Weltgegenden sind tief erschüttert vom Vortrag eines thailändischen Mönchs über das Leid und Elend Zehntausender von Mädchen aus Thailand, Burma, Laos, Vietnam durch Prostitution, Mädchenhandel und Aids. Die buddhistische Professorin aus Bangkok tauscht sich mit der buddhistischen Feministin aus Holland über Möglichkeiten der Zusammenarbeit aus.

Die Situation der Menschenrechte weltweit und in Asien nimmt einen breiten Raum ein. In Burma z.B. gehört, seit dem Putsch sozialistischer Militärs 1989 gegen die aus Wahlen siegreich hervorgegangene Demokratiebewegung, militärischer und polizeilicher Terror, Folter und allgemeine Zwangsarbeit zum Alltag einer völlig verarmten Bevölkerung. Aung San Suu Kyi, die vom Geist Buddhas und Gandhis tief erfüllte Sprecherin dieser Menschen, war seit ihrem Wahlsieg 6 Jahre lang von der Außenwelt isoliert worden. Für ihr gewaltfreies Engagement erhielt sie 1991 den Friedensnobelpreis. Das INEB, Amnesty International und weltweit zahlreiche Initiativen und Personen hatten sich für sie eingesetzt. Mit Erfolg, endlich im Juli 1995 wurde sie freigelassen. Auch einige tausend buddhistische Mönche waren in den vergangenen Jahren in Burma inhaftiert, gefoltert oder umgebracht worden. Amnesty und Gemeinschaften des Netzwerks war es 1993 gelungen, eine größere Zahl von Mönchen, darunter sehr prominente aus Haft und Verschleppung frei zu bekommen.

Sehr bedrückend entwickelt sich auch wieder die Situation der tibetischen Bevölkerung und des Buddhismus in Tibet. Dalai Lama-Bilder, noch im Jahr 94 in Lhasa öffentlich käuflich, sind durch die chinesische Regierung erneut verboten, die Zahl der Mönche, Nonnen und Klöster wird wieder drastisch reglementiert, es werden nur noch Äbte zugelassen, die sich der Regierung in Peking verpflichten, ständig kommt es zur Verhaftung von Mönchen und Nonnen. Lange nicht mehr starben so viele von ihnen an den Folgen von Folter und Zwangsarbeit. Und immer direkter mischt sich die chinesische Regierung nun auch in die inneren Angelegenheiten des tibetischen Buddhismus ein und versucht, den Sangha von innen heraus zu spalten und zu verwirren. S.H. der Dalai Lama betont in jüngster Zeit sehr nachdrücklich, daß es nicht mehr nur um das Überleben des tibetischen Volkes sondern um das Überleben des tibetischen Buddhismus geht. 'Engagement für Tibet ist DharmaArbeit', so lautete sein Aufruf im Tibet-Jahr 94.

Auch in Vietnam verschlimmert sich erneut die Situation des Buddhismus. Die drei höchsten Vertreter des vietnamesischen Sangha, der 77jährige Thich Huyen Quang, der 68jährige Thich Quang Do sowie Thich Long Tri sind seit Jahresbeginn 95 zum wiederholten Male in Haft. Sie hatten im Herbst zuvor eine Hilfskampagne für Opfer einer Flutkatastrophe im Mekongdelta durchgeführt, aber die heutigen Machthaber Vietnams sehen in der sozialen Aktivität der einst so bedeutenden engagierten Buddhisten ihres Landes nach wie vor eine Bedrohung für ihre dogmatische sozialistische Ideologie. Obwohl fast all jene, die einst mit Thich Nhat Hanh und Sister Chan Khong den großen Aufbruch für eine buddhistische Erneuerung der Gesellschaft gewagt hatten, seither umgebracht wurden, gestorben oder ins Ausland geflohen sind, ist der Same im Lande immer noch lebendig. Die Nonne Thich Nhu Tri Hai, eine jener ehemaligen Lehrerinnen in der 'Schule für Sozialarbeit', führt die Arbeit innerhalb des Landes bis zum heutigen Tag in eindrucksvoller Weise fort.

Menschenrechtsfragen sind nicht zuletzt die Lebens und Leidensverhältnisse von Frauen, auch in traditionell buddhistischen Ländern. Nur noch wenige asiatische Gesellschaften kennen die von Buddha eingerichtete volle Nonnen-Ordination. Doch wie überall sind auch die Frauen Asiens erwacht und haben sich in einer eigenen, weltweiten buddhistischen Frauen-Vereinigung mit Namen Sakyadhita ein Forum und Sprachrohr geschaffen. Das Netzwerk steht mit dieser in enger Verbindung und hat die Situation der Frauen in Südasien zu einem seiner Arbeitsschwerpunkte gemacht. Insbesondere Mädchenhandel, Prostitution und Aids sind in jenen Ländern zu Problemen geworden, die das ganze Gefüge der überkommenen Gesellschaften zu sprengen drohen. Buddhas Geist des Nichtverletzens und der Achtsamkeit auch in der Sexualität veranlasst heute buddhistische Mönche, Frauen und Männer in Südostasien dazu, sich in beeindruckender Weise im Schutz und in der Betreuung von Mädchen vor Prostitution, Frauenhandel und Aidskrankheit zu engagieren (siehe auch: Spiegel 33/95).

In etlichen Ländern Asiens herrscht verdeckter oder offener Krieg. Anti-Personen-Minen sind an jeder Straßenecke billiger zu kaufen als Lebensmittel. Überbevölkerung, extreme Verarmung und ungehemmte Verbreitung elektronischer Medien nähren religiösen Fundamentalismus und ethnische Gegensätze. Jahrhundertealtes Gleichgewicht des Zusammenlebens bricht unter dem Ansturm der Moderne innerhalb weniger Jahre zusammen. Die sanfte, stille Lebensart des Buddha wird davon zunehmend an den Rand gedrängt. In einigen Ländern ist der Buddhismus in einer schweren Krise. Doch gleichzeitig - in allen ehemals sozialistischen Staaten Asiens erlebt der Buddhadharma einen erstaunlichen Aufschwung.

Auch in einigen Ländern, in denen der Buddhismus schon in früherer Zeit fast völlig zum Erliegen gekommen war, erlebt er derzeit eine neue Blüte. So z.B. in Indonesien, in Malaysia und in Bangladesh. Im Osten von Bangladesh zeigt sich der von Burma aus inspirierte Theravada-Buddhismus heute in Verbindung mit einem sehr lebendigen dörflichen Sozial-Engagement. Dabei befindet sich die buddhistische Minderheit dort in einer sehr schwierigen und leidvolle Lage inmitten einer zunehmend fanatisierten moslemischen Mehrheit.

Ähnliches vollzieht sich in Indien unter den sog. Dalits, jener in den letzten Jahrzehnten millionenfach zum Buddhismus übergetretenen Angehörigen der Kaste der Unberührbaren. Ambetkar, der große Mitstreiter Mahatma Gandhis war in den fünfziger Jahren, enttäuscht vom starren Festhalten der Hindus an der Kastengesellschaft, öffentlich zum Buddhismus übergetreten und hatte dessen Lehre und Praxis eine neue, herausfordernde, soziale Interpretation gegeben. Ganze Dörfer und Landstriche folgen heute seinem Beispiel, das sie als einzigen Weg erkennen, sich von der religiös fundierten Diskriminierung zu befreien. Doch im Zeichen eines neuartigen gefährlichen hinduistischen Fundamentalismus finden sich nicht nur Moslems und Sikhs sondern auch indische und tibetische Buddhisten unter den Angegriffenen.

Eine anderer Ort tiefen Unfriedens und gewaltiger Probleme ist Sri Lanka. Bereits in den sechziger Jahren war dort eine vorbildhafte Bewegung von engagiertem Buddhismus entstanden, die Sarvodaya Shramadana. Aus dem Geist der Gewaltfreiheit und Selbstverantwortung des Buddha, und Gandhis gewaltfreiem Weg in Indien hatte der Lehrer A.T. Aryaratne diese Bewegung zur Erneuerung der Gesellschaft Sri Lankas ins Leben gerufen. Sie weckte große Begeisterung und konnte in ländlichen Regionen Zehntausende von Menschen an Aktivitäten zur Dorferneuerung beteiligen. Der Krieg der letzten 15 Jahre hat diesen Bemühungen und dem Dhamma einen tragischen Rückschlag versetzt. In jüngster Zeit allerdings wachsen die Keime des Friedens und der Versöhnung und junge Mönchslehrer wie Sobitha Thero zeigen eine ganz neue, weltoffene, engagierte Dynamik des Dhamma.

Schließlich ist da die Situation der wachsenden Bedrohung der natürlichen ökologischen Lebensgrundlagen des Menschen und zahlreicher anderer Wesen. Die Umweltzerstörung in Asien hat inzwischen ein katastrophales Ausmaß angenommen. Die Lehre des Buddha vermittelt zentral und von jeher ein zutiefst ökologisch geprägtes Weltbild und UmweltVerhalten. Wenn sich darum heute Mönche, Nonnen und Buddhisten in Asien in besonderer Weise für den Schutz der natürlichen Mitwelt einsetzen, dann auch, weil bereits ihre uralten Ordens und Klosterregeln tief 'ökologisch bewußt' sind. Am Netzwerk beteiligte Mönche und Nonnen Thailands fanden dabei zu eindrucksvollen Methoden. So wurden z.B. von der Abholzung besonders gefährdete Bäume feierlich ordiniert, damit in den Sangha aufgenommen und so unantastbar gemacht. Auf Anregung des Dalai Lama fand 1993 in New Delhi eine internationale Konferenz zum Thema 'Buddhismus und Ökologie' statt, bei der neben renommierten Umweltschützern und Wissenschaftlern zahlreiche buddhistische Mönche, Nonnen, Laien und Dharmalehrer sich zu verstärktem Engagement für die Erhaltung der natürlichen Umwelt verpflichteten.

Kaum überschaubar, wenig spektakulär aber umso wertvoller ist die Arbeit, Zahl und Vielfalt von Initiativen, die ausgehend von buddhistischen Lehrern, Gemeinschaften oder Einzelpersonen im Westen wie auch in Japan und Taiwan großartige Hilfs-, Entwicklungs- und Aufbauarbeit in buddhistischen Ländern leisten. Hilfe für Flüchtlinge aus Tibet oder Burma, für Waisenkinder in Bangladesh, Leprakranke in Indien und Vietnam oder Brunnenbau in Kambodscha, selbstorganisierte Schulen und Ausbildungsprojekte, Mönchs, Kinder und Dorfpatenschaften, medizinische Aufklärung und Grundausbildung, Beratung in menschenwürdiger Familienplanung usw. DANA, materielles Geben ist uralte buddhistische Antwort auf das geistige Geschenk der Lehre. Unsere westlichen Hilfsprojekte können ein Ausdruck unser Dank dafür sein, von jenen Völkern und Ländern heute das Dharma zu erhalten.


Anfänge im deutschsprachigen Netzwerk

Von all den leid und gefahrvollen Erscheinungen sind wir in unserer westlichen Alltagswelt nicht ausgenommen. In vieler Hinsicht sind wir sogar die Verursacher. Auch wenn wir nicht direkt und persönlich verantwortlich sind für die herrschende gier, haß und verblendungssüchtige Konsumkultur, so ist doch jeder einzelne zutiefst an den Verhältnissen und deren Ausbreitung über die ganze Erde beteiligt. Wir gehören zum Netz dieser Wirklichkeit, zum Netz des Leidens, seiner Ursachen, seiner Überwindung. Dessen eingedenk hat ein kleiner Kreis von Dharmaschülern aus dem deutschsprachigen Raum auf der 5. Jahreskonferenz des INEB 1993 in einem thailändischen Kloster die Initiative zur Gründung eines deutschsprachigen Netzwerks engagierter Buddhisten aufgenommen. Es wurde eine Zeitschrift, die MITWELT ins Leben gerufen, eine Geschäftsstelle zur Koordination und Vermittlung eingerichtet und überregionale Netzwerktreffen durchgeführt. Eine Fülle von Kontakten, Austausch, Aktivitäten und Projekten hat sich seither entwickelt. Schwerpunkt war zunächst die Unterstützung engagierter Buddhisten in Asien, zunehmend entwickeln sich nun aber auch Ansätze buddhistischen Engagements in unserem eigenen Umfeld.

Einige Menschen und Dharmagemeinschaften entfalten eine sehr bemerkenswerte Arbeit im Bereich der Sterbebegleitung und Hospizbewegung, in Österreich ist ein psychosoziales Netzwerk im Entstehen, andere besuchen Gefängnisse, Krankenhäuser und Altersheime, arbeiten mit Kindern oder Jugendlichen, bieten Hilfe in spirituellen Krisensituationen an oder sind im Unweltschutz aktiv. Zahlreiche Dharmaschüler versuchen ihre berufliche Tätigkeit im Gesundheits, Sozial oder Therapiebereich von einer vertieften, buddhistischen Grundlage aus zu leisten. Einige Gemeinschaften widmen sich besonders dem Thema Frieden und Gewaltfreiheit. So führte - anläßlich des 50. Jahrestages des 2. Weltkriegs - eine Berliner Sangha tief bewegende 'Tage der Achtsamkeit' im KZ Sachsenhausen durch. Buddhisten aus Deutschland beteiligten sich an einer internationalen und interreligiösen Meditationswoche in Auschwitz und an einem Friedensmarsch, der ab Dezember 94 von Auschwitz über Jugoslawien, Israel, Indien, Südostasien nach Japan, Hiroshima führte. Einige nahmen zum selben Anlaß an einer internationalen Woche der Meditation für den Frieden teil. Buddhisten aus der Schweiz, Österreich und Bayern waren bei einer interreligiösen Tierschutzpilgerfahrt dabei, andere bemühen sich um die Verständigung zwischen den Religionen oder erweisen ihre Solidarität mit bedrohten Ausländern.

Das Netzwerk soll ein Instrument und Forum für Information, Austausch, Zusammenarbeit und Unterstützung sein. Es will nicht die persönliche Verankerung in einer buddhistischen Sangha und die Verbindung zu einem persönlichen Dharma-Lehrer ersetzen. Seit Mai 1995 ist das Netzwerk, vertreten durch den MITWELT-Verein auch Mitglied der Deutschen Buddhistischen Union (DBU), einem Dachverband für alle Buddhisten in Deutschland, an dem derzeit 42 buddhistische Gemeinschaften und Zentren beteiligt sind. Das Netzwerk soll hiermit als gemeinsame Einrichtung und Aktivität aller Buddhisten in Deutschland verstanden werden, offen für alle und allen zur Verfügung stehend.

Mögen alle Wesen frei sein von Leid und den Ursachen des Leids. Mögen alle Wesen glücklich sein.





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