
Teilnehmer der INEB-Konferenz 1997 in Thailand
Es wurde eine Vielzahl von Themen diskutiert, unter anderem die Situation der buddhistischen Frauen. Bei einer Podiumsdiskussion diskutierten eine Nonne aus Bhutan und Kambodscha mit den Frauenaktivistinnen Dr. Hema Goonatilake (Sri Lanka) und Shelley Anderson vom Internationalen Versöhnungsbund und der nepalesischen Lehrerin Hira Nani Shakya über die Schwierigkeiten, mit denen Frauen in buddhistischen Gesellschaften konfrontiert sind. Im Vorfeld der Konferenz trafen sich 15 buddhistische Nonnen aus sechs asiatischen Ländern zu einem ersten Austausch und besuchten anschließend verschiedene Nonnenprojekte in Thailand. Ein weiterer Themenkomplex war 'Buddhismus, Macht und aggressive Entwicklung'. Dieses Thema wurde gewählt, weil nahezu alle buddhistisch geprägten Gesellschaften von der immer aggressiver werdenden Globalisierung bedroht sind. Die Auswirkungen dieses Entwicklungsprozesses wurden von Vertretern aus Thailand, Bangladesch und Indien erläutert.
Um die gemeinsame Arbeit innerhalb von INEB effektiver zu gestalten, tauschten sich die Teilnehmer über ihre bisherige Erfahrungen mit dem Netzwerk aus. Wichtiger Teil der Konferenz waren auch die sogenannten Länderberichte, bei denen die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, über ihre konkrete Arbeit zu berichten. Trotz einiger Schwächen (z.B. verhinderte die Vielzahl der Themen eine tiefere Auseinandersetzung) war die Konferenz für die Teilnehmer sehr inspirierend. Sie hat gezeigt, wie wichtig gegenseitiger Austausch gerade unter den Teilnehmern aus den asiatischen Ländern ist, und in dieser Hinsicht spielt INEB eine wichtige Rolle im engagierten Buddhismus.