Tibet im Aufstand

gegen die chinesische Kolonialherrschaft



San Francisco April 2008



Links zur Tibet-Solidaritäts-Bewegung:

www.tibet-initiative.de - Tibet Initiative Deutschland e.V.

www.savetibet.org - International Campaign for Tibet Deutschland

www.tibet.de - Tibetisches Zentrum Hamburg

www.avaaz.org/de/tibet_end_the_violence/ - Weltweite Solidaritätsbewegung

www.presseportal.de/story.htx?nr=1159165 - Presseportal


Links der tibetischen Freiheits-Bewegung:

www.tibet.com - The Government of Tibet in Exile

www.tchrd.org - Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD)

www.tibetoffice.ch - The Tibet Bureau Genf

phayul.com - Phayul Tibet Informationen

www.tibettruth.com - Independent Tibet Network

www.studentsforafreetibet.org - Students for a free Tibet

www.tibetjustice.org - Tibet Justice Center

www.tibetnetwork.org - International Tibet Support Network

torchrelaybeijing2008.org - Bewegung gegen die Olympiade







"Die Gewalt der Tibeter" oder: kahlrasierte chinesische Soldaten mit tibetischen Mönchsroben in Lhasa



Videos über die Ereignisse in Tibet von SPIEGEL-TV:

SPIEGEL ONLINE, 28.03.2008
Tibet-Krise: Chinesischer Botschafter in Berlin schweigt
http://www.spiegel.de/video/video-28650.html

SPIEGEL ONLINE, 27.03.2008
Tibet-Krise: Mönche demonstrieren vor Journalisten
http://www.spiegel.de/video/video-28580.html

SPIEGEL ONLINE, 25.03.2008
Tibet-Krise: Exil-Regierung spricht von mehr als 100 Toten
http://www.spiegel.de/video/video-28486.html

SPIEGEL ONLINE, 20.03.2008
Eskalation im Tibet-Konflikt: Reiter stürmen chinesische Stadt
http://www.spiegel.de/video/video-28434.html

SPIEGEL ONLINE, 19.03.2008
"Auf Leben und Tod": Chinas Kampfansage gegen den Dalai Lama
http://www.spiegel.de/video/video-28362.html

SPIEGEL ONLINE, 17.03.2008
Tibet-Krise: Peking stellt Demonstranten Ultimatum
http://www.spiegel.de/video/video-28244.html

SPIEGEL ONLINE, 16.03.2008
Tibet: Dalai Lama spricht von "kulturellem Völkermord"
http://www.spiegel.de/video/video-28217.html









Wie China für den olympischen Frieden sorgt



Kriegszustand in Tibet

WAZ, 17.03.2008, Thomas Mader, Thomas Lelgemann, Thomas Kloß

Interview mit Kelsang Gyaltsen, dem Europabotschafter des Dalai Lama

Kelsang Gyaltsen ist der Europabotschafter des Dalai Lama. Zu Gast bei der WAZ sprach der tibetische Sondergesandte über die Krise in seiner Heimat und ihre Unvereinbarkeit mit dem olympischen Geist.

Essen. Die Lage in Tibet explosiv. Und es ist nur noch ein halbes Jahr bis zu den Olympischen Spielen in Peking. Auch für Kelsang Gyaltsen, den Sondergesandten des Dalai Lama, tickt die Uhr. Der exiltibetische Spitzendiplomat mit Sitz in Genf ist für 21 Länder in Mittel- und Südeuropa zuständig und wird dabei von nur drei Kollegen unterstützt.

Wie stehen Sie nach den jüngsten Unruhen in Tibet zu einem Boykott der Olympischen Spiele in Peking?

Gyaltsen: Die Position des Dalai Lama ist nach wie vor dieselbe. Er unterstützt weiterhin die Spiele. Aber man muss berücksichtigen, dass nun faktisch Kriegsrecht in Tibet herrscht. Und wenn die chinesische Regierung keine entscheidenden Veränderungen ihrer Politik in Bezug auf Tibet vornimmt, ist es natürlich schwer vorstellbar, dass die Olympischen Spiele in einem Land abgehalten werden können, in dem Kriegszustände herrschen. Das stünde in totalem Widerspruch zum olympischen Geist.

Das heißt, Sie wünschen sich schon, dass die Internationale Gemeinschaft sagt: So geht's nicht?

Gyaltsen: Ich glaube, es kommt darauf an, was sich in den nächsten Wochen ergeben wird. Wie die chinesische Regierung die Situation handhabt. Meine Aussage ist: Wenn keine grundlegende Verbesserung eintritt in Tibet, dann kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass in Peking fröhlich Olympische Spiele abgehalten werden, während in Tibet faktisch Kriegsrecht herrscht.

Was erwarten Sie nun von der Internationalen Gemeinschaft?

Gyaltsen: Unsere größte Sorge gilt den Menschen in Tibet. Und die brauchen den Schutz der internationalen Gemeinschaft. Deswegen ist unser Appell an die Weltgemeinschaft, der chinesischen Regierung nicht zu erlauben, das Tibet abgeriegelt wird. So dass die chinesischen Sicherheitskräfte freie Hand haben. Eine internationale Präsenz in Tibet ist unbedingt nötig, um vor Ort die Situation zu begutachten. Und sie hat einen mäßigenden Einfluss auf China.

Haben Sie nähere Angaben zur Zahl der Opfer bei den jüngsten Unruhen?

Gyaltsen: Aus verschiedenen Quellen wurde uns bestätigt, dass es achtzig Tote gegeben hat. Aber unsere Befürchtung ist, dass es weit über hundert Opfer gibt.

Was befürchten Sie, würde geschehen, wenn keine Beobachter mehr in Tibet sind?

Gyaltsen: 1989, als es die letzte größere Demonstration in Tibet gab, hat die chinesische Regierung eine Position der gnadenlosen Unterdrückung jegelichen politischen Dissenzes angewendet. Das ist nun wieder zu befürchten, wenn die Internationale Gemeinschaft nicht reagiert.

Was heißt gnadenlose Unterdrückung?

Gyaltsen: Schon jetzt gehen die chinesischen Sicherheitskräfte von Haus zu Haus, von Tür zu Tür, um nach Demonstranten zu suchen und Menschen zu verhaften.

Ist dieser Aufstand denn ein politisch gesteuerter? Der Zeitpunkt so kurz vor den Spielen deutet darauf hin.

Gyaltsen: Nein, die Lage der Tibeter in Tibet ist schwierig und verzweifelt. Sie sidn frustriert. der entscheidende Auslöser für den Beginn dieser Proteste ist die grundlegende Situation in Tibet. Seit China die Herrschaft in Tibet ausübt, ist die ganze Politik darauf ausgerichtet, die tibetische Kultur und Sprache zu unterminieren. Konsistent, stetig. Wenn Sie heute als Tibeter in der Hauptstadt Lhasa einkaufen gehen, müssen Sie chinesisch sprechen, weil über 95 Prozent der Läden Chinesen gehören. Wenn Sie auf die Post gehen, dann müssen Sie den Brief auf Chinesisch beschriften. Sonst wird er nicht geliefert. Ebenso wenn Sie ein Taxi nehmen oder ein Konto eröffnen wollen. Und die Chinesen, die in Tibet leben, machen sich keine Mühe, tibetisch zu lernen, tibetische Werte oder Sitten anzueignen. Deshalb empfinden sich die Tibeter als Bürger zweiter Klasse in ihrer Heimat. Und der 10. März (Anm. der Red.: Tag der Besetzung) ist natürlich für alle Tibeter ein Jahrestag. Dass sie gerade jetzt demonstriert haben, hat mit dieser Gelegenheit zu tun. Und dann hat natürlich das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte und das Verhaften von friedlich demonstrierenden Mönchen dazu geführt, dass es zu Unruhen gekommen ist.

Wie organisiert ist denn der Widerstand in Tibet?

Gyaltsen: In vielen Teilen Tibets gibt es Proteste, und das Bild ist von Ort zu Ort verschieden. In der Hauptstadt Lhasa waren es zuerst die Mönche, später haben sich Zivilisten angeschlossen. Laut unseren Informationen sind es vor allem jüngere Leute, Mittelschüler, Studenten. In anderen Teilen demonstriert vor allem die Zivilbevölkerung, angeführt von Mönchen.

Sie fordern schon lange nicht mehr die Unabhängigkeit Tibets, sondern kulturelle und sprachliche Autonomie. Wie stellen Sie sich das vor?

Gyaltsen: Wir wollen im Rhamen der Volksrepublik China verbleiben. Die Zentralregierung kann zuständig sein für die Außen- und die Sicherheitspolitik. In internen Angelegenheiten sollten die Tibeter die Kompetenz und Verantwortung haben. Wir fordern eigentlich nur das, was die Chinesen selbst in ihre Verfassung und Gesetze geschrieben haben, und was im Weißbuch der chinesischen Regierung zur Autonomie Tibets steht. Das große Problem ist, dass all diese Rechte nur auf dem Papier stehen. Und nicht an Ort und Stelle umgesetzt werden. Viele Tibeter haben wohlklingende Titel und Ämter, aber die wahre Macht liegt bei ihren chinesischen Stellvertretern oder Assistenten. Der mächtigste Mann in Tibet ist der Sekretär der kommunistischen Partei. Und der war nie ein Tibeter.

Jetzt sagt der Sport, er könnte nicht das leisten, was Generationen von Politikern vorher nicht geschafft haben.

Gyaltsen: Es ist die Position des IOC, man sollte Sport und Politik nicht vermischen. Aus unserer Sicht ist dies natürlich eine politische Entscheidung, und zwar zugunsten der Chinesen. Deshalb ist sie nicht glaubwürdig. Meine persönliche Meinung ist: In der heutigen Welt kann sich kein Bereich, ob es der Sport ist oder Wirtschaft oder die Religion, von der Menschenrechtsfrage abtrennen. Wir alle haben Verantwortung. Man kann nicht sagen: Ich bin nur das.










Der chinesische Anspruch auf Tibet beruht auf Geheimverträgen der Briten mit China aus dem Jahr 1906:

19. März 2008, Neue Zürcher Zeitung

Unter Pekings Knute

Ein uraltes Kulturvolk ohne Reduit - die geopolitische Tragödie der Tibeter

Nach den meisten Kriterien der Nationalstaatlichkeit können die Tibeter berechtigterweise für ihre Heimat die Unabhängigkeit reklamieren. Ihr tragisches Schicksal ist, dass die Geopolitik ihnen ungnädig gesinnt ist. Die Volksrepublik China, die Tibet seit 1950 besetzt hält, weiss, dass niemand für ein unabhängiges Tibet in den Krieg ziehen wird. ...

Urs Schoettli

Die Welt blickt mit Abscheu und Empörung auf das brutale Eingreifen der chinesischen Sicherheitskräfte in Tibet. Jedermann weiss aber auch, dass keine Macht der Welt den militärischen Finger rühren wird, um das aufrichtige Streben der Tibeter nach Freiheit und Unabhängigkeit zu unterstützen. Letztlich sind die Blutopfer, die im jüngsten Aufstand gegen eine ungeliebte Fremdherrschaft erbracht werden, alle vergeblich, und die harte Hand Pekings wird ein weiteres Mal den Sieg davontragen. Dabei ist das, was die Tibeter wünschen, so natürlich und selbstverständlich wie jede menschliche Regung nach Würde. «Wir wollen unsere eigenen Richter haben», so lautete der Schlachtruf der alten Eidgenossen gegen die habsburgische Fremdherrschaft. Genau dasselbe wollen auch die Tibeter, wie viel an moderner Entwicklung die Chinesen auch in ihr Land hineinpumpen mögen. Im Unterschied zu der Eidgenossenschaft haben sie jedoch kein Reduit, in das sie sich gegenüber einem übermächtigen Gegner zurückziehen können.

Stolze Vergangenheit

Spricht man mit Chinesen über Tibet, so findet man in der Regel drei Meinungen. Die Reformer wollen einem rückständigen Teil der Volksrepublik die Segnungen der Moderne bringen. Der Bau einer Eisen-bahnverbindung nach Lhasa ist für sie der jüngste Beitrag, Tibet ins 21. Jahrhundert zu katapultieren. Eine zweite Gruppe betrachtet Tibet allein aus sicherheitspolitischen Erwägungen. Wenn nicht China Tibet kon-trolliere, so werde es sich eine andere Macht unter den Nagel reissen. Folglich sei die chinesische Oberhoheit eine Angelegenheit der nationalen Sicherheit. Die dritte Gruppe schliesslich sieht Tibet als ein unter-bevölkertes, riesiges Gebiet, wo die Han-Chinesen aus den übervölkerten Ebenen neue Lebenschancen und neuen Lebensraum erhalten sollen. Es ist besonders tragisch, dass die jüngste Katastrophe gerade zu einem Zeitpunkt sich abspielt, da viele grossstädtische, vornehmlich jüngere Chinesen sich für Tibet zu interessieren beginnen, und zwar nicht um der Karriere oder des Geschäftes willen, sondern weil sie von der tibeti-schen Kultur fasziniert sind und in ihr eine Alternative zum herrschenden Materialismus sehen.

Die offiziellen volkschinesischen Angaben zu Tibet, zu seiner Geschichte und zu seinem Schicksal strotzen von ethnischer Arroganz und marxistischer Fortschrittsgläubigkeit. Der Dalai Lama ist nichts anderes als der Exponent einer reaktionären feudalistischen Ordnung, und die Tibeter sind armselige Hinterwäldler, denen endlich die Segnungen der Moderne verabreicht werden müssen. Doch Tibet ist nicht einfach eine gottverlassene, unterentwickelte Ecke am Rande der chinesischen Hochkultur. Es ist ein uraltes Kulturland. Die Menschen mögen arm und nach Massgabe der Industriegesellschaften unterentwickelt sein, doch ha-ben sie eine religiöse und eine in ihren Herzen verankerte kulturelle Identität von einzigartiger Stärke und uralter Kontinuität. Kaum ein Chinese weiss, dass einst, als das tibetische Königreich in der zweiten Hälfte des achten nachchristlichen Jahrhunderts seinen Höhepunkt erreichte, die Tibeter die damalige chinesische Hauptstadt Ch'ang-an eroberten und der chinesische Kaiser einen Tribut an den grossen tibetischen König Khri-srong-Ide-brtsan (755-797) ausrichten musste.

Auch die Manchu, die mit der Ch'ing-Dynastie die letzten Kaiser des Reichs der Mitte stellten, wussten um den Wert eines guten Verhältnisses mit den Tibetern. Ihnen ging es vor allem um die Begrenzung des mongolischen Einflusses auf dem Dach der Welt. Unter dem grossen Manchu-Kaiser K'ang-hsi (1661-1722) sollten allerdings die Tibeter den Grund für ein militärisches Eingreifen der Chinesen liefern.

Nachdem der 1642 inthronisierte fünfte Dalai Lama die Tibeter geeint und sich als wichtiger Verbündeter Pekings bei der Eindämmung des mongolischen Einflusses erwiesen hatte, gab es bei der Identifikation des Nachfolgers Streitereien unter den Tibetern um den rechtmässigen neuen Dalai Lama. Tibet versank darauf in inneren Wirren, die bürgerkriegsähnliche Dimensionen annahmen. Die Manchu nutzten dies, um ihre Oberhoheit über das Gebiet zu markieren. Dabei übernahmen sie nicht die Verwaltung Tibets. Auch respektierten sie die tibetische Kultur, beanspruchten aber für sich das Recht, alle Fremden, insbesondere auch christliche Missionare, von Tibet fernzuhalten. Das britische Weltreich hat wie in vielen anderen Teilen der Welt auch in Tibet seine Spuren hinterlassen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann sich in Kalkutta, dem Sitz des British Raj in Indien, die Furcht zu verbreiten, dass die Russen Afghanistan und Tibet für ihre Expansion nach Süd- und Südostasien nutzen könnten. Das «Great Game» sollte zu den letzten imperialistischen Expeditionen der Briten in Indien Anlass geben, zunächst zu den in der Katastrophe endenden Afghanistan-Feldzügen, danach, 1903, zur Invasion in Tibet.

Die Briten hatten erst die Chinesen ersucht, die vollständige Kontrolle in Tibet zu übernehmen. Als dies die im Endstadium des Zerfalls befindliche Ch'ing-Dynastie nicht leisten konnte, besetzten die Briten handstreichartig Lhasa, und der Dalai Lama musste in China Zuflucht suchen. Nachdem die Briten zunächst einen Geheimvertrag mit den Tibetern abgeschlossen hatten, krönten sie schliesslich ihre Intrigen damit, dass sie als Oberherren über Indien 1906 mit Peking einen Vertrag abschlossen, der ausdrücklich die chinesische Souveränität über Tibet anerkannte.

Kurzlebige Unabhängigkeit

Lhasa sollte die chinesische Revolution von 1911/12, die zur Ausrufung der Republik führte, dazu nutzen, sich von der chinesischen Oberhoheit loszusagen. Während des chinesischen Bürgerkriegs und während des Zweiten Weltkriegs hatte Tibet seine eigene unabhängige Regierung. Die Selbständigkeit sollte sich allerdings als kurzlebig erweisen. 1949 riefen die siegreichen Kommunisten zur «Befreiung» von Tibet auf, und im Jahre darauf besiegte die Volksbefreiungsarmee die hoffnungslos unterlegenen, schlecht aus-gerüsteten tibetischen Truppen.

Hilferufe des Dalai Lama wurden von den Vereinten Nationen ignoriert, und die junge Indische Union sowie Grossbritannien verweigerten ihre Unterstützung. 1951 wurde eine tibetische Delegation nach Peking zitiert und wurde dort gezwungen, einen Vertrag zu unterzeichnen, der die militärische Präsenz der Chinesen sanktionierte. Doch das Dach der Welt kam nicht zur Ruhe. Schwelende Unrast und ein Guerillakrieg im Osten Tibets mündeten schliesslich 1959 in den grossen Aufstand von Lhasa, nach dessen blutiger Unterdrückung durch Maos Truppen der heutige Dalai Lama ins benachbarte Indien flüchten musste.

Urs Schoettli ist China-Korrespondent der NZZ

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Diesen Artikel finden Sie auf NZZ Online unter:

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/unter_pekings_knute_1.691784.html








Demonstrierende Mönche in Tibet


TAZ, 18.03.2008

Kleine Chronologie des chinesisch-tibetischen Konflikts:

1750: Einmarsch der Chinesen nach antichinesischem Aufstand in Lhasa

1904: Britische Militärexpedition nach Lhasa, Flucht des Dalai Lamas nach Peking

1909/10: Rückkehr des Dalai Lamas, erneute Flucht vor chinesischen Truppen nach Indien

1912: Vertreibung der letzten chinesischen Truppen aus Tibet

1913-1949: De-facto-Unabhängigkeit Tibets

1950: Chinas Volksbefreiungsarmee marschiert in Tibet ein

1959: Volksaufstand gegen die Chinesen in Lhasa, Flucht des Dalai Lamas nach Indien.

1965: Proklamation der Autonomen Region Tibet, die 60 Prozent des traditionellen Gebiets umfasst

1966-1976: Zerstörung der meisten tibetischen Klöster während Chinas Kulturrevolution.

1985: Öffnung Tibets für den Massentourismus

1987-89: Unruhen in Tibet, Verhängung des Kriegsrechts, Dalai Lama erhält Friedensnobelpreis

1990: "Lhasa 2000"-Plan zur massiven Ansiedlung von Chinesen und Zerstörung tibetischer Viertel

1996: Verbot von Dalai-Lama-Bildern in Tibet

2000: Flucht des Karmapa Lamas nach Indien

2006: Eröffnung der Eisenbahn Qinghai-Lhasa

10. März 2008: Beginn friedlicher Proteste von Mönchen in Lhasa

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Buddhanetz
[Stand: April 2008]