Kindermissbrauch in aller Welt
Demonstration in Phnom Penh gegen Kinderarbeit und Prostitution
Phnom Penh, 17.11.1999 (dpa) - Mehrere hundert Kinder haben am Mittwoch in Phnom Penh gegen die Ausbeutung Minderjähriger durch Zwangsarbeit und Prostitution demonstriert. Auf Spruchbändern forderten sie "Kampf der Kinderarbeit", und "Nieder mit dem Kinderhandel". Eine Abordnung der Demonstranten wurde auch von Ministerpräsident Hun Sen und von König Norodom Sihanuk empfangen.
"Wir müssen zugeben, dass es in diesem Land Gewalt gegen Kinder gibt, Zwangsarbeit und Kinderhandel vor allem im Sexgewerbe", sagte Hun Sen. Nach Angaben des Internationalen Arbeitsamtes ILO müssen in Kambodscha etwa 600 000 Kinder regelmäßig arbeiten. Die meisten von ihnen haben deshalb die Schule vorzeitig verlassen oder nie eine Schule besucht. Hilfsorganisationen schätzen, dass etwa ein Drittel der mindestens 50 000 Prostituierten in Kambodscha Kinder sind.
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170740 Nov 99
Amnesty: Millionen Kindern täglich Opfer von Misshandlungen
Paris, 15. November (AFP) - Zehn Jahre nach der Verabschiedung der Kinderschutzkonvention der Vereinten Nationen werden weltweit immer noch Millionen Kinder täglich Opfer körperlicher und seelischer Misshandlungen. Zu diesem Ergebnis kommt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) in einem am Montag in Paris veröffentlichten Bericht. Die von fast allen Staaten ratifizierte UN-Konvention schreibt die Grundrechte von Minderjährigen fest und untersagt ihre Ausbeutung und Misshandlung. Gegen die Verletzungen der Konvention hat die Organisation zu einer Protestbriefkampagne in der gazen Welt aufgerufen.
Nach dem ai-Bericht werden jährlich an zwei Millionen Mädchen Genitalverstümmelungen vorgenommen. Betroffen sind davon 29 Länder, vorwiegend in Afrika und in Nahost. Millionen Kinder würden jährlich sexuell missbraucht. Etwa 9000 Minderjährige werden dem Bericht zufolge jedes Jahr von einem gut organsierten Mädchenhandel, der zwischen Nepal und Indien sowie zwischen Bangladesch und Pakistan funtkioniert, zur Prostitution gezwungen. Armut und Elend zwängen 250 Millionen Kinder weltweit zur Arbeit als Hausangestellte, auf Feldern, in Fabriken, Handwerksbetrieben oder auf Baustellen, kritisiert Amnesty weiter.
Außerdem ermittelte die Organisation 100 Millionen Kinder, die sich auf der Straße ihr Geld durch Bettelei oder kleine Arbeiten wie Schuheputzen verdienen. Zahlreiche Straßenkinder würden drogensüchtig oder Opfer von "sozialer Säuberung" in Form von schweren Misshandlungen oder Morden. Die Verbrechen werden der Organisation zufolge "fast völlig ungestraft" von Händlern, "der Polizei oder anderen Behörden" in Ländern wie Brasilien, Guatemala, Uganda, Indien, Nepal und Bangladsch verübt. Arme oder verelendete Kinder werden laut Amnesty in zahlreichen Staaten wegen kleiner Vergehen - zumeist einfache Diebstähle - festgenommen.
Nicht nur in Drittwelt- oder Schwellenländern säßen Kinder hinter Gittern, sondern auch in den USA, Australien und Russland. Oft seien die minderjährigen Gefangenen Demütigungen und Gewalt ausgesetzt. Obwohl die UN-Kinderkonvention Todesstrafe für Minderjährige untersagt, wurden laut Amnesty in den 90er Jahren 18 Kinder im Iran, in Nigeria, Pakistan, Jemen und den USA hingerichtet. In Pakistan sitzen den Angaben zufolge 50 Kinder im Todeszellen. In den USA warten 70 Gefangene auf ihre Hinrichtung für Taten, die sie als Minderjährige begangen haben.
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151929 Nov 99
Kinderarbeit in Asien wegen Finanzkrise wieder auf dem Vormarsch
Genf, 16.3.99 (dpa) - Die Kinderarbeit ist in Asien wieder auf dem Vormarsch, weil viele Familien durch die Finanzkrise ihr Einkommen verloren haben und auf Unterstützung durch ihre Kinder angewiesen sind. Das schreibt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in einem am Dienstag in Genf veröffentlichten Bericht. In Thailand müßten heute 350 000 Kinder mehr arbeiten als vor der Krise.
Für Indonesien und die Philippinen lägen keine Zahlen vor, doch würden immer weniger Kinder in der Grundschule angemeldet. Immer mehr Kinder verließen die Schule vorzeitig. Die ILO untersucht die Situation in diesen Ländern zur Zeit und will im Juni einen Bericht mit konkreten Vorschlägen zum Kampf gegen die Kinderarbeit vorlegen.
Nach Einschätzung der ILO ist das Schlimmste der Finanzkrise in Asien überstanden. Die Arbeitslosenquote wachse nicht mehr so rasant wie bisher. Nach Informationen der ILO lag die Rate in Südkorea im Februar bei 8,5 Prozent, in Indonesien zwischen 15 und 20 Prozent. Insgesamt haben in Asien mehr als 24 Millionen Menschen ihre Arbeit verloren. Die ILO helfe deshalb, soziale Netze in den am härtesten betroffenen Ländern aufzubauen.
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161347 Mrz 99
Bonn ruft zu verstärktem Kampf gegen Kinderarbeit auf
Bonn, 8.1.99 (dpa) - Die deutsche Bundesregierung hat zum verstärkten Kampf gegen die Ausbeutung und illegale Beschäftigung von Kindern in Entwicklungsländern aufgerufen. Auch in Deutschland könnten Wirtschaft und Verbraucher mit ihrem Einkaufsverhalten dazu beitragen, die Not der Kinder zu beheben. Sie müßten in Produktionsstätten der armen Länder oft wie Sklaven arbeiten, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, Uschi Eid (Grüne), vor Journalisten am Freitag in Bonn.
Anlaß war die Bekanntgabe der Vereinigung der beiden Initiativen "Transfair" zur Förderung des fairen Handels mit der Dritten Welt und "Rugmark", die Siegel für die Herstellung von Teppichen ohne Kinderarbeit vergibt. Deutschland habe als größter Absatzmarkt für handgeknüpfte Orientteppiche gute Möglichkeiten der Einflußnahme.
Die "Rugmark"-Idee war von Brot für die Welt, Misereor, Terre des Hommes und Unicef gemeinsam mit indischen Menschenrechtsgruppen 1995 ins Leben gerufen worden. Die Siegelvergabe verläuft nach strengen Kriterien. Bisher wurden knapp 1,3 Millionen Teppiche mit dem "Rugmark"-Label verkauft. 30 Prozent aller indischen Importe in Deutschland seien bereits "Rugmark"-Teppiche. Allein in Indien hätten sich inzwischen 200 Unternehmen dem Siegel angeschlossen.
"Transfair" wurde vor fünf Jahren gegründet und machte sich vor allenm mit fair gehandeltem Kaffee und Tee einen Namen.
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081330 Jan 99
Zeitung: 70 Kinder in nepalesischen Spinnereien ausgebeutet
Kathmandu, 6. Januar (AFP) - In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu sind mehr als 70 Kinder entdeckt worden, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in Spinnereien arbeiten müssen. Wie die Tageszeitung "Kantipur" am Mittwoch berichtete, hatten die Kinder im Alter von 15 Jahren und jünger seit zwei Monaten kein Tageslicht gesehen und wurden gezwungen, während der Arbeit zu essen. Sie hätten insgesamt 18 Stunden pro Tag gearbeitet. In einer der Fabriken sei ein Kind trotz Fieber zur Arbeit gezwungen worden. Der Besitzer einer der Fabriken, Ganesh Karki, bestritt gegenüber der Zeitung, daß die Kinder ausgebeutet würden. "Die Arbeiter selbst sind es, die mehr verdienen möchten und deshalb länger arbeiten. Niemand wird dazu gezwungen", sagte er. Im übrigen seien aufgrund des Wetters Erkältungen oder Grippe üblich. Der 15jährige Ram Bahadur Rai, der in der Fabrik des Bruders von Ganesh Karki, Buddhi, arbeitet, sagte, er habe die Fabrik seit zwei Monaten nicht verlassen; Wachen hätten ihn daran gehindert. Andere schilderten, daß sie nicht einmal Essenspausen hätten. Für die Mahlzeiten, die sie während der Arbeit einnähmen, würden ihnen zudem 1300 Rupien (rund 30 Mark) vom Lohn abgezogen. Kinderschutzorganisationen warfen den Fabrikbesitzern daraufhin Gesetzesverstöße vor, während von der Polizei zunächst keine Stellungnahme zu bekommen war. Kinder unter 14 Jahren dürfen in Nepal nicht arbeiten. Erst vor zehn Tagen befreite die Polizei bei einer Razzia 23 Kinder und Jugendliche aus menschenunwürdigen Arbeitsverhältnissen in einer Teppichknüpferei in Kathmandu. Teppiche gehören zu den wichtigsten Devisenbringern Nepals. Sie werden unter anderem nach Deutschland exportiert.
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060743 Jan 99
Studie: 30 Prozent der Prostituierten in Indien sind Kinder
Neu Delhi (dpa) - In Indien werden immer mehr Kinder vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen. 30 Prozent der 900 000 Prostituierten im Land seien Kinder, berichtete die Organisation "Fürsorgezentrum für Kinderarbeiter" (CCL). Einzelheiten einer CCL-Studie wurden am Dienstag von der Zeitung "Times of India" veröffentlicht. Experten warnen, daß mit der Prostitution auch Aids rasch zunehme.
Das CCL forderte, die sexuelle Ausbeutung von Kindern genauso zu bestrafen wie Vergewaltigung. Die indische Regierung erwägt zur Zeit, Vergewaltigung wie bereits Mord mit der Todesstrafe zu belegen.
Das Ausmaß des Kinderhandels nimmt auch nach Angaben der indischen Frauenkommission alarmierende Ausmaße an. 500 Millionen Menschen in Indien leben unterhalb der Armutsgrenze. Zuhälter finden deshalb immer wieder Familien, die ihre Töchter verkaufen. Nach Aussage von Hilfsorganisationen stecken sich viele Mädchen, die zur Prostitution gezwungen werden, mit Aids an.
Auch in indischen Familien breitet sich nach Erkenntnis von Forschern Aids aus. Immer mehr junge Männer gehen zu Prostituierten, bevor sie verheiratet werden. Dabei infizieren auch sie sich mit Aids und stecken später ihre Frauen und Kinder an. Zur Zeit sind nach Schätzungen bis zu fünf Millionen Menschen in Indien HIV-infiziert.
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100656 Nov 98
UN-Kinderschutzkonferenz in Nikosia eröffnet
Nikosia, 5. November (AFP) - In der zyprischen Hauptstadt Nikosia hat am Donnerstag eine zweitägige Kinderschutzkonferenz der Vereinten Nationen begonnen. Zum Auftakt beklagte der Direktor des Zentrums für einen Weltdialog, Eric Rouleau, daß die Rechte der Kinder bei der Globalisierung im Zeichen einer ungezügelten Marktwirtschaft auf der Strecke blieben. Sie stärker zur Geltung zu bringen, sei Voraussetzung einer "menschlicheren Weltgemeinschaft". Auch neun Jahre nach Verabschiedung der Internationalen Kinderrechtskonvention seien "extremer Mißbrauch und Ausbeutung von Kindern weltweit" an der Tagesordnung.
Das in Nikosia ansässige Zentrum für einen Weltdialog veranstaltet gemeinsam mit dem Kinderhilfswerk Unicef die Tagung, deren 300 Teilnehmer bis Freitag etwa 30 Redebeiträge vor allem von Vertretern von UN-Organisationen hören werden. Über ihre traumatischen Erfahrungen werden außerdem sieben Kinder im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren aus Nepal, Guatemala, Sambia, Kambodscha und den Philippinen berichten.
Laut UN-Statistiken haben in diesem Jahr weltweit 130 Millionen Kinder im schulpflichtigen Alter keine Schule besucht, 100 Millionen Kinder werden in gefährlichen Arbeitsverhältnissen ausgebeutet und 13 Millionen sterben binnen Jahresfrist voraussichtlich an Unterernährung und leicht heilbaren Krankheiten.
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051700 Nov 98
Für einen Sack Reis: Hungernde Kambodschaner verkaufen ihren Kinder
Phnom Penh (dpa) - Immer mehr Eltern in Kambodscha verkaufen ihre Kinder als Arbeitskräfte, um die Familie vor dem drohenden Hungertod zu retten.
Mit einer detaillierten Dokumentation von neun Fällen bestätigte die Menschenrechtsorganisation Licadho (Cambodian League for the Promotion and Defense of Human Rights) am Dienstag erste Medienberichte. Kambodscha, eines der ärmsten Länder Asiens, ist demnach von einer verheerenden Hungersnot bedroht.
Die verkauften Kinder aus der Provinz Kompong Thom im Norden Kambodschas sind zwischen zehn und 17 Jahren alt. Im Dorf Srayou gab eine Familie ihre beiden Söhne weg: Für den 16jährigen Leng Poeun bekommt sie künftig 45 Kilogramm Reis im Wert von 15 Dollar pro Jahr, für den zehnjährigen Leng Pak nur die Zusage, daß er ordentlich ernährt wird und der Familie nicht mehr zur Last fällt.
In Trapeng Veng handelte eine andere Familie dagegen jeweils 400 Kilogramm Reis als Gegenleistung für ihre beiden zehn und 13 Jahre alten Söhne aus.
Die Menschenrechtsorganisation berichtet, daß alle betroffenen Familien den Verkauf ihrer Kinder nicht so wichtig nehmen. "Sie sagen einfach: Wir haben einen Job für unsere Kinder gefunden." Zur Entschuldigung meinen andere: "Wenn wir die Kinder zuhause behalten, verhungern sie uns." Nach Angaben der Organisation ist der Kinderhandel in Kambodscha zwar offiziell verboten, aber dennoch weit verbreitet. Landwirtschaftsminister Tao Seng Huor sagte zu den Berichten: "Wenn es war ist, ist es furchtbar." Hundertausende sind vor allem im Norden Kambodschas von einer dramatischen Nahrungsmittelknappheit betroffen. Obwohl die nächste Reis-Ernte erst im Dezember fällig ist, sind die Vorräte zu Ende gegangen. Auch die neue Ernte wird als Folge der langen Dürre erheblich reduziert ausfallen.
In der Nähe von Battambang im Westen Kambodschas wurden bereits Dutzende von Bauern durch Land-Minen verletzt, als sie in abgelegenen Wäldern nach Nahrung suchten. Nach Jahrzehnten Krieg und Bürgerkrieg ist Kambodscha mit schätzungsweise sechs Millionen Minen verseucht.
Vor dem Palast von König Norodom Sihanuk in Phnom Penh betteln seit einer Woche über 500 hungernde Bauern. Sie berichten, daß einige Angehörige bereits verhungert sind.
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271130 Okt 98
Kinderschutz-Zentrum in Thailand: Erfolge bei Razzien in Fabriken
Von Bernd Kubisch, dpa
Bangkok (dpa) - "Wir haben ihren Sohn in einer Fabrik entdeckt, wo er Sklavenarbeit verrichten mußte." Solche und ähnliche Telegramme verschickt das "Zentrum zum Schutz von Kinderrechten" in Bangkok an betroffene thailändische Eltern schon seit Jahren.
In diesem Fall konnten 31 Kinder zwischen 13 und 17 Jahren, die täglich 18 Stunden Zwangsarbeit verrichten mußten, aus einer illegalen Plastiktassen-Fabrik befreit und die Eigentümer verurteilt werden.
Daeng wurde als 12jährige mehrfach von ihrem Stiefvater sexuell mißbraucht und schwanger. Ihre Mutter informierte die Polizei. Das Zentrum - The Centre for the Protection of Children's Rights (CPCR) - nahm Daeng auf und kümmerte sich auch um ihr Baby. Der Stiefvater mußte für acht Jahre ins Gefängnis.
In dem Haus mit kleinem Hof und Gärtchen am Stadtrand von Thailands Hauptstadt ist es an diesem heißen Vormittag recht still. Die Betreuerinnen Punn und Patama reden mit zwei Mädchen: Mod (13) und Doa (16) sind Sexualopfer, erst seit wenigen Tagen in dem Schutzzentrum und noch verstört.
Deshalb sind sie zur Stunde nicht wie die anderen hier versorgten Kinder in der Schule. "Sie brauchen noch viel Betreuung und mehr Zeit", sagt Psychologin Punn.
Patama hält den dreijährigen Nat im Arm und streichelt ihn. Die Fürsorge quittiert er wortlos mit einem schwachen Lächeln. Walter Skrobanek, der seit vielen Jahren für die Kinderschutzorganisation terre des hommes (Osnabrück) in Südostasien arbeitet, sitzt neben Patama und übersetzt ihre Schilderung: "Für die drogenabhängigen Eltern war Nat eine Last. Sie sperrten ihn in einen Käfig. Er bekam kaum zu essen, kann bisher nicht reden." Durch die Liebe und Fürsorge der Mitarbeiter des Zentrums soll Nat bald wie andere Kinder sprechen, spielen und später in die Schule gehen können.
Einen Spaziergang entfernt im Verwaltungs- und Ausbildungshaus hat CPCR-Direktor Sanphasit Koompraphant sein Büro. Hier werden Kampagnen für die Öffentlichkeit, die Zusammenarbeit mit Behörden, Eltern und Polizei, Befreiungsaktionen aus Fabriken und Kinder-Bordellen geplant. Die gemeinnützige Organisation wurde schon 1981 gegründet, hat auch ein Haus für mißhandelte und bedrohte Kinder im Norden Thailands.
Der Direktor sagt: "Wir haben inzwischen mehr Unterstützung von Polizei und Behörden und etliche Fortschritte erzielt beim Schutz von Kindern sowie im Kampf gegen Ausbeutung, Mißbrauch und Gewalt. Besonders bei Razzien in Fabriken, in denen Kinder wie Sklaven gehalten werden, nehmen die Erfolge zu." Aber die Probleme der Kindesmißhandlung insgesamt seien "weiterhin sehr groß". Besonders die Verschleppung und der Verkauf von Kindern aus nördlichen besonders armen Regionen in Bordelle reiße nicht ab.
Walter Skrobanek (56), der schon seit mehr als 20 Jahren in Thailand und Nachbarländern als Koordinator für terre des hommes lebt, bestätigt diese traurige Entwicklung: "Auch aus Südchina, Burma, Laos und Vietnam werden Minderjährige gebracht." Kampagnen auch von deutschen Organisationen und Reiseveranstaltern sowie Hotelkontrollen hätten zwar Touristensex mit Minderjährigen aus den Urlauber-Herbergen weitgehend verbannt. Die Schlepper und Bordellbesitzer offerierten ihr menschenverachtendes Geschäft aber weiter in Nebengassen.
Der deutsche Experte sagt: "Wir sind hier, um die einheimischen Kräfte zu stärken, die schon länger die Probleme erkannt haben und im Kinderschutz aktiv sind." CPCR erhält nicht nur von terre des hommes aus der norddeutschen Stadt Osnabrück Unterstützung.
Auch Misereor und Organisationen aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden helfen. Das Kinderschutzzentrum in Thailand hat inzwischen vier Häuser, wo mißhandelte Kinder vorübergehend aufgenommen, rehabilitiert und ausgebildet werden. Mit Mitteln aus Europa werden auch Prozesse finanziert.
Ein wichtiges Ziel ist die Wiedereingliederung der Kinder in Familie und Verwandtschaft. Vor allem bei Kindern, die von Zwangsarbeit in Fabriken befreit wurden, ist das möglich.
Andere bleiben für einige Zeit in Schutzhäusern, bei Gasteltern oder können in Einzelfällen auch adoptiert werden. In Chiang Rai im Norden wird auch auf Zusammenarbeit mit der Landbevölkerung Wert gelegt.
Hier sind Armut und Gefahr von Kinderprostitution besonders groß. Mitarbeiter besuchen die Familien, schildern mögliche Gefahren, wenn "Agenten" angeblich gute Arbeit für guten Lohn für Kinder in den südlichen Metropolen "versprechen".
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070030 Sep 98
Maiti Nepal" hilft verkauften Mädchen zu einem Neuanfang
Von Jürgen Hein, dpa
Kathmandu, 21,7.98 (dpa) - Sita ist 17 Jahre alt, spricht aber wie ein Kind und sieht auch so aus. Stolz erzählt sie von ihrem kleinen Sohn. "Er liegt oben und schläft." Sita ist Nepalesin, wurde mit 14 von einer Bande an ein Bordell in Bombay verkauft, vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen. Sie floh von dort, als sie schwanger war.
Nun lebt sie in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu in einem Heim für junge Frauen, das von der Hilfsorganisation "Maiti Nepal", "Mutter Nepal", betrieben wird. Viele der Mädchen kehrten todkrank aus Indien zurück, mit Aids und Tuberkulose, und seelisch tief verletzt.
Das Mädchenhaus hat auch Gegner. "Maiti Nepal" hole Aids nach Nepal, sagen Kritiker. "Die Mädchen haben das Recht, in ihre Heimat zurückzukehren, auch wenn sie HIV-positiv sind", hält Anuradha Koirala dem entgegen, die Gründerin von "Maiti Nepal". Wehren muß sie sich auch gegen die Menschenhändler. "Die Mädchen, die zurückkommen, sind mutig, und deshalb haben wir viele Kriminelle aufspüren können." "Wir haben nur Platz für 30 Mädchen, aber nun sind fast 50 hier", sagt Armina Lama von "Maiti Nepal". "Fast jeden Tag kommt eine junge Frau, die von uns gehört hat, wir können sie doch nicht wegschicken." Bei vielen sei die Tuberkulose resistent gegen einfache Medikamente, weil die Behandlung zu früh abgebrochen wurde, sagt Ruchira Gupta von der Weltgesundheitsorganisation WHO. Dann ist eine Medikamenten-Kombination ist dann nötig. In sechs Monaten kann die Tuberkulose besiegt sein.
Aids bleibt. "Viele Eltern kommen, um ihre Töchter zu holen", sagt Koirala. Ihre Heimatgemeinden wollen die Mädchen aber oft nicht mehr aufnehmen. "Maiti Nepal" betreibt deshalb Aufklärungskampagnen in den Dörfern - und hat ein Sterbehaus eingerichtet für die Mädchen, bei denen Aids ausgebrochen ist und die sich selbst nicht mehr helfen können. Außerdem gibt es ein Kinderhaus für die Kinder der Mädchen und für Waisen. Auch die drei Jahre alte Ritu lebt dort. Sie kam mit Aids auf die Welt und hat Tuberkulose. Ihre Mutter ist tot.
Im Umgang miteinander spielt Aids keine Rolle. Berührungsängste hat niemand, weder bei den Kindern noch bei den Helferinnen oder den früheren Prostituierten. Jede Betroffene weiß aber genau, was ihr früher oder später bevorsteht. "Sie können aber noch ein paar Jahre oder sogar zehn Jahre glücklich leben", sagt Anuradha Koirala.
Dazu gehört auch die gemeinsame Arbeit. Bei "Maiti Nepal" erlernen die Mädchen ein Handwerk, Nähen, Schmuckherstellung, Sticken. Manche junge Frauen bekommen eine Starthilfe und machen sich selbständig.
Das Zusammenleben ist zugleich Therapie. Die Mädchen erholen sich langsam von den traumatischen Erlebnissen. Die Blockade in ihrer Entwicklung bricht auf, erklärt Ruchira Gupta. Sie erzählen von Massenvergewaltigungen während ihrer ersten Zeit in den Bordellen, von Schlägen, davon, wie sie nachts aus dem dritten Stock aus dem Fenster sprangen und sich schwer verletzt bis zum Bahnhof in Bombay schleppten, wo sie Fahrkarten nach Hause erbettelten.
Die Regierung tue immer noch viel zu wenig, um den Schleppern das Handwerk zu legen, sagt Koirala. Viele Eltern könnten der Versuchung nicht widerstehen, ihre Tochter zu einer angeblichen Arbeitsstelle in die Stadt zu schicken und dafür gleich ein Jahresgehalt als Vorschuß zu bekommen. Wieviele wissen oder doch ahnen, was mit ihren Kindern wirklich passiert, sei schwer zu sagen.
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210130 Jul 98
Kambodschas Frauen kämpfen gegen Verschleppung und Männergewalt
Von Bernd Kubisch, dpa
Phnom Penh (dpa) - "Ich wehrte mich und schrie, dann half mir ein Polizist, dem Bordellvermittler zu entkommen." Die 17jährige Rady aus einer abgelegenen Siedlung im Norden Kambodschas schildert mit leiser Stimme, wie sie noch Glück im Unglück hatte.
"Der Mann, der in unser Dorf kam, hatte mir Arbeit in einer Textilfabrik in Phnom Penh versprochen." Dort merkte Rady schneller als andere Opfer, daß es sich bei dem Gebäude um ein Bordell handelt. "Ich wollte sofort fliehen, wurde erst festgehalten, geschlagen, konnte mich losreißen und sah dann auf der Straße den Polizisten." Der brachte Rady dann ins Cambodian Women's Crisis Center, fügt Chanthol Oung hinzu. Sie ist Direktorin des Krisenzentrums für Frauen in der Hauptstadt des von Kriegslasten, Machtkämpfen und Zerrüttung geschundenen südostasiatischen Landes.
Seit Öffnung des Zentrums in Phnom Penh im Frühjahr 1997 haben Oung und ihre Mitarbeiter mit Aufklärungsarbeit und Kampagnen in der Öffentlichkeit schon etliches erreicht. Internationale Organisationen wie Church World Service, UNO-Entwicklungs-Programm und Terre des Hommes unterstützen die erste Einrichtung dieser Art in Kambodscha.
Das Zentrum konnte im Herbst 1997 ein Video über die Verschleppung von Frauen und Kindern und deren Leiden in Bordellen im Fernsehen veröffentlichen. "Kurz darauf rief mich der Bürgermeister von Phnom Penh an", erzählt die 30jährige Oung und zitiert ihn wie folgt: "Ich habe den Film gesehen. Der hat mich aufgeweckt." Seitdem unterstützen auch viele Behörden und Polizeistellen die Arbeit des Zentrums. Schluchzend erzählt Srey aus der Region Kampong Cham, die vor wenigen Tagen im Frauenhaus Zuflucht fand, ihre schreckliche Leidensgeschichte. Oung fragt, ob die niederländische Mitarbeiterin und der deutsche Journalist zuhören dürfen. Ja, sie können im Zimmer bleiben.
Die Direktorin übersetzt den Bericht der etwa 30jährigen Mutter teils in Stichworten, teils im Detail: Vom Ehemann mehrfach brutal geschlagen, schwere Kopfverletzungen, Gedächtnisprobleme, Trennung, Schulden, statt Job als Haushaltshilfe in Phnom Penh an einen Bordellbesitzer verkauft.
"Ich wollte mich mehrmals umbringen", sagt Srey und bricht erneut in Tränen aus. Töchterchen Lean blickt zur Mutti auf, drückt ihren Arm. "Wie alt ist Lean?" "Das weiß ich nicht genau. Vielleicht drei Jahre." Srey wurde nach mehrwöchigem Leiden von der Polizei befreit.
Viele Beamte - auch in höheren Etagen - arbeiten aber mit Schleppern und Bordellbesitzern zusammen, heißt es im jüngsten Bericht des Frauen-Zentrums. Die geringen Gehälter der Bediensteten lassen im Lande Bestechung und Korruption blühen. "Unser Krisen- Zentrum hat erste, kleine Erfolge erzielt," sagt Direktorin Oung. "Wir brauchen aber weiter die Unterstützung internationaler Organisationen und die Veröffentlichungen durch die Presse. Wer zum Beispiel Terre des Hommes hilft, zeigt auch sein Herz für uns", betont die Direktorin.
Im Bericht des Zentrums über Gewalt an Frauen heißt es: Jede sechste Frau in Kambodscha ist Opfer von Gewalt in der Familie. Etwa 17 000 Frauen und Kinder werden jährlich zu Prostituierten gemacht. "Über 35 Prozent von ihnen werden entführt und in die sexuelle Sklaverei verkauft." Einige Bordellbesitzer quälen dem Bericht zufolge ihre Opfer mit ätzender Flüssigkeit, mit elektrischen Drähten und zwingen zum Sex ohne Kondom. "Solcher Mißbrauch hat auch Todesfälle zur Folge." Ein Haus in der City von Phnom Penh (Drop-In-Center) dient als erste Anlaufstelle für Frauen in Not. Am Stadtrand in einem Holzhaus mit Garten, tropischen Pflanzen und Steinmauer werden die Opfer intensiv betreut und versorgt, oft viele Monate. Srey hat erstes Vertrauen in ihr neues Zuhause gefaßt. Hier werden auch ihr Töchterchen Lean und andere Kinder gedemütigter Mütter betreut.
Es gibt Unterricht, juristische und psychologische Beratung, Hilfen bei Krankheit, Schuldenrückzahlung und Familienzusammenführung. Die 17jährige Rady kann sich nun vermutlich doch noch ihren Berufswunsch erfüllen. Sie nimmt am Nähkurs teil. "Ich will Schneiderin werden und eines Tages mein eigenes Geschäft in Phnom Penh eröffnen."
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090100 Jul 98
Hilfsorganisationen sagen Einsatz von Kindersoldaten den Kampf an
Genf/New York, 30.6.98 (dpa) - Sechs international tätige Hilfsorganisationen wollen den Kampf gegen Kriegsdienst von Kindern forcieren. Zu diesem Zweck gründeten sie am Dienstag in Genf eine Koalition.
Die Gruppen verlangen ein internationales Protokoll, das das Mindestalter für Soldaten auf 18 Jahre anhebt. Nach einem Bericht des UNO-Beauftragten für Kinder in bewaffneten Konflikten verurteilte der Weltsicherheitsrat am Montag abend alle Praktiken, die Kinder zur Zielscheibe von Aggression machen.
Weltweit gibt es mehr als 300 000 Kindersoldaten, ein Drittel davon in Afghanistan. Auch in Armeen und bewaffneten Gruppen in Birma, Kolumbien, Peru, Sudan und Kongo gebe es zahlreiche Kinder, sagte Rachel Brett vom UNO-Büro der Quakerbewegung in Genf.
Die Bewegung gehört ebenso zu der Koalition wie die Menschenrechtsgruppen Amnesty International, Terre des Hommes und Human Rights Watch. Ein Drittel der Kindersoldaten seien Mädchen, sagte Brett. Sie würden oft als Selbstmord-Attentäter eingesetzt, etwa von den separatistischen Befreiungstiger von Tamil Eelam in Sri Lanka und der kurdischen PKK in der Türkei.
Mindestens genauso viele Kinder stünden in den Diensten von Armeen, die zur Zeit nicht kämpfen, sagte Brett. Das international vereinbarte Mindestalter für die Rekrutierung liegt zur Zeit bei 15 Jahren.
Der Versuch einer UNO-Arbeitsgruppe, das Alter auf 18 Jahre heraufzusetzen, ist bislang vor allem am Widerstand der USA gescheitert. Die US-Armee akzeptiert Freiwillige ab 17 Jahren. Von den etwa 50 Ländern, die heute Freiwillige unter 18 Jahren akzeptieren, wollen viele ihre Gesetze ändern, wenn das Protokoll verabschiedet wird.
Die Koalition hofft, international genügend Unterstützung zu bekommen, um die USA und andere Gegner des Protokolls umzustimmen. Sie ist überzeugt, daß internationaler Druck diejenigen, die heute Kindersoldaten einsetzen, zum Umdenken bringen kann.
Nach Angaben des UNO-Beauftragten Olara Otunnu sind in den vergangenen zehn Jahren in bewaffneten Konflikten zwei Millionen Kinder ums Leben gekommen, sechs Millionen wurden verletzt und verkrüppelt, eine Million zu Waisen. Bei zehn Millionen jungen Menschen hinterließen die Kämpfe tiefe psychologische Wunden. Otunnu bezog sich nicht nur auf Kinder, die als Soldaten eingesetzt werden.
Der Sicherheitsrat verurteilte die Kriegsführung gegen Kinder scharf. Er will in Zukunft immer dann "eine angemessene Reaktion" erwägen, wenn Schulen, Kindergärten oder Krankenhäuser angegriffen werden. Er versprach, nach Möglichkeiten und Mitteln zu suchen, das Rekrutieren von Kindersoldaten zu unterbinden und die Räumung von Minenfeldern mit Rücksicht auf Kinder zu forcieren.
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301430 Jun 98
Tausende Mädchen werden aus Bangladesch ins Ausland geschmuggelt
Von Ahmad Fazl
Dhaka (dpa) - Eine pakistanische Wohltätigkeits-Organisation hat kürzlich mehrere junge Frauen befreit. Diese waren aus Bangladesch nach Karatschi geschmuggelt worden, wo sie in den zahlreichen Bordellen der Hafenstadt arbeiten sollten. Mit dieser Aktion lenkte die Organisation Aufmerksamkeit auf eine ständig wachsende Bedrohung für Mädchen und Frauen aus armen Familien in Bangladesch.
Der organisierte Menschenschmuggel hat in den vergangenen Jahren zugenommen, obwohl Bangladeschs Grenzpolizei verstärkte Anstrengungen unternommen hat, ihn zu unterbinden. Aber Bangladesch hat eine 2 700 Kilometer lange Grenze mit Indien, und diese ist größtenteils nicht bewacht.
Die Mädchen wurden von der in Pakistan ansässigen Menschenrechts- Organisation Idi Homes in einem Bordell in Karatschi entdeckt und von der indischen Polizei wieder in ihre Heimat gebracht. In Bangladesch wurden die etwa 18 Jahre alten Frauen in einem Heim betreut, das die Vereinigung der Rechtsanwältinnen von Bangladesch betreibt.
Die Mädchen wurden von den Schmugglern ausgesucht, da sie Jungfrauen und höchstwahrscheinlich nicht mit Aids infiziert waren. "Sie wurden vor fünf oder sechs Jahren nach Pakistan gebracht, als sie noch Kinder waren", sagt Salma Ali, die Vorsitzende der Vereinigung der Rechtsanwältinnen. "Sie können sich nicht mehr daran erinnern, wie sie in Karatschis Rotlicht-Milieu gekommen sind."Bereits im April hatte die Organisation 17 aus Bangladesch stammenden Jungen geholfen, aus der indischen Stadt Bangalore nach Hause zurückzukehren. Sie sollten aus Indien in den Nahen Osten geschmuggelt werden, wo sie als Kamel-Jockeys bei lebensgefährlichen Wüstenrennen eingesetzt werden sollten.
Ali hofft, daß die Familien der Mädchen ihnen helfen werden, in ein normales Leben zurückzukehren, aber sie weiß, daß sie es in der traditionellen moslemischen Gesellschaft von Bangladesch nicht leicht haben werden.
Die Mädchen erzählen, daß ihre Familien viel Geld an Vermittler bezahlt hatten, die ihnen Arbeit als Hausmädchen im Nahen Osten versprochen hatten. Die meisten Mädchen stammen aus ärmsten Verhältnissen und können weder lesen noch schreiben.
Ali hatte die Mädchen während einer Reise nach Karatschi eher zufällig getroffen und herausgefunden, daß sie nach Bangladesch zurückkehren wollten. Es dauerte mehrere Wochen, bis sie die Einwanderungsbehörden von Bangladesch überzeugt hatte, woher die Mädchen tatsächlich stammten.
Erst dann durften sie in ihre Heimat einreisen. Ali betont, daß zahlreiche Mädchen aus Bangladesch wegen Paßvergehen in pakistanischen Gefängnissen sitzen. Rechtliche Probleme und bürokratische Schwierigkeiten verzögern ihre Rückkehr in die Heimat.
In jedem Jahr werden Tausende von Mädchen aus Bangladesch nach Indien und Pakistan geschmuggelt. Immer wieder finden sich Eltern, die bereit sind, ihre Töchter für meist sogar recht wenig Geld wegzugeben.
Uttam Kumar Das von der Universität Rajshahi schätzt, daß in den vergangenen 20 Jahren etwa 200 000 Frauen und Kinder Opfer dieses Menschenschmuggels geworden sind. Die wichtigsten Ziele seien Indien, Pakistan und der Nahe Osten. "Jede dritte Prostituierte in einem indischen Bordell stammt aus Bangladesch", betont er.
In der jüngsten Zeit ist die Zahl der Mädchen, die aus Bangladesch herausgeschmuggelt wurden, erheblich zurückgegangen. Die Gründe dafür sind verstärkte Maßnahmen der Regierungen Indiens und Bangladeschs sowie die verstärkte Wachsamkeit von Menschenrechtsgruppen. Polizeiberichte lassen jedoch darauf schließen, daß von einem Ende des Schmuggels noch lange keine Rede sein kann.
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130100 Jun 98
ILO-Konferenz: Kampf gegen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit
Genf (dpa) - Die Jahreskonferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hat am Dienstag in Genf mit einer Diskussion über die schlimmsten Formen von Kinderarbeit begonnen. Die ILO will 1999 eine entsprechende Konvention verabschieden, die Kinderprostitution, sklavereiähnliche Praktiken und gesundheitsgefährdende Tätigkeiten verbietet.
Die seit 1973 existierende ILO-Konvention 138 verbietet zwar bereits generell die Arbeit von Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter. Sie wurde bisher erst von 61 der insgesamt 174 ILO-Mitgliedstaaten ratifiziert.
"Viele arme Länder haben erklärt, daß sie die in Konvention 138 enthaltenen Ziele unmöglich verwirklichen können", sagte ILO- Generaldirektor Michel Hansenne. Deshalb wolle man nun wenigstens einen Minimalkonsens durchsetzen, der Kinder vor den schlimmsten Formen der Ausbeutung schützt.
Der Inder Kailash Satyarthi, Organisator des weltweiten Sternmarsches gegen Kinderarbeit, sagte, vor allem gefährliche Tätigkeiten in Chemiefabriken, Glashütten und im Bergbau dürften künftig nicht mehr von Kindern ausgeübt werden. Der Sternmarsch hatte am vergangenen Samstag seinen Zielort Genf erreicht.
150 der insgesamt 500 Marschierer stürmten am Dienstag mit begeistertem Geschrei die Eröffnungssitzung der ILO-Jahreskonferenz, um für ihr Anliegen zu werben.
Die ILO-Konferenz, an der Regierungsvertreter, Arbeitgeber und Gewerkschafter teilnehmen, dauert noch bis zum 18. Juni. Die Delegierten wollen in Genf auch eine Deklaration diskutieren, die alle Mitgliedstaaten dazu verpflichten würde, die wichtigsten Grundsätze der ILO ernsthaft zu verwirklichen. Dazu gehört unter anderem das Recht der Arbeiter, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Die ILO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UNO).
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021404 Jun 98
Mehrere hundert Kinder marschieren auf UNO-Gebäude in Genf
Experten beraten über Konvention zu Kinderarbeit
Genf, 2. Juni (AFP) - Mehrere hundert Kinder und Jugendliche aus aller Welt sind am Dienstag in Genf in das Gebäude der Vereinten Nationen marschiert, um für ein weltweites Verbot der Kinderarbeit zu werben. Die rund 500 Teilnehmer des Marschs schwenkten bei ihrem Einzug in den Versammlungssaal Spruchbänder in mehreren Sprachen, auf denen sie gegen die Ausbeutung der Kinder protestierten. Der Organisator der Aktion, Kailash Satyarthi, sagte, die Welt werde Zeuge eines "einzigartigen Momentes", bei dem die "Opfer der Sklaverei, der Abhängigkeit und der Ausbeutung in aller Welt an die Pforten der Vereinten Nationen klopfen".
Die Aktion war der Auftakt einer dreiwöchigen Konferenz gegen Kinderarbeit. Vertreter von Regierungen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden aus 117 Ländern wollen in Genf über eine internationale Konvention beraten, um die schlimmsten Formen der Kinderarbeit wie Prostitution und Sklaverei sowie gefährliche Tätigkeiten in Minen, auf Plantagen und in bestimmten Industrien zu unterbinden. Viele Staaten sperren sich gegen ein völliges Verbot der Kinderarbeit. Für die Konvention haben sich aber schon mehr als hundert Länder ausgesprochen. Sollte es in Genf zu einer Einigung kommen, könnte die Konvention im kommenden Jahr verabschiedet werden.
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021319 JUN 98
Internationale Bestimmungen gegen Kinderarbeit
Bisher wichtigste Konvention wurde 1973 beschlossen
Genf, 2. Juni (AFP) - Um die Ausbeutung von Kindern zu bekämpfen, hat die Staatengemeinschaft eine ganze Reihe von internationalen Schutzabkommen und Konventionen vereinbart. Sie regeln die Beschäftigung Minderjähriger nach Branchen oder nach Alter oder schützen Kinder ganz allgemein vor der Einschränkung in ihrer Entwicklung.
Der wichtigste Vertrag gegen Kinderarbeit ist die Konvention 138 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) von 1973 über das Arbeitsmindestalter. Sie wurde allerdings nur von 49 Staaten ratifiziert. Demnach ist Jugendlichen unter 15 Jahren oder mindestens bis zum Ende der gesetzlichen Schulpflicht die Erwerbsarbeit untersagt. Lediglich leichte Arbeiten sind bereits ab 13 Jahren möglich, beispielsweise Zeitungsaustragen. Rund 50 Staaten haben das das Abkommen ratifiziert, darunter Deutschland und wenige Entwicklungsländer.
Kein einziger asiatischer Staat hat sich dieser Selbstverpflichtung angeschlossen. Dabei leben in Asien mehr als die Hälfte aller weltweit arbeitenden Kinder. In den Augen zahlreicher Staaten ist die Konvention zu schwer zu handhaben. Zudem sehen häufig die nationalen Vorschriften großzügigere Regelungen vor.
Mehrere ILO-Konventionen legen Mindestalter für bestimmte Arbeitsgebiete fest. Die entsprechende Vereinbarung für den Industriesektor wurde 1919 beschlossen und 1937 neu formuliert. Für nichtindustrielle Tätigkeiten gibt es seit 1932 eine Konvention, für die Landwirtschaft und für Fahrer seit 1921, für den Fischfang seit 1959, für die Seefahrt seit 1920, für Arbeiten unter Tage seit 1965.
Ein umfassende Vereinbarung ist die UN-Kinderkonvention von 1989 über die Rechte der Kinder, die von 187 Staaten (außer den USA und Somalia) ratifiziert wurde, darunter auch von Deutschland. Sie verbietet, Kindern eine Arbeit aufzubürden, die ihre Gesundheit, ihre Entwicklung oder Bildung gefährdet.
Ebenfalls beigetreten ist Bonn der ILO-Konvention gegen Zwangs- und Pflichtarbeit von 1930, der 136 Staaten angehören. Sie wurde 1957 von einer Vereinbarung zur "Abschaffung der Zwangsarbeit" ergänzt, die 118 Staaten ratifiziert haben. Darüber hinaus gibt es eine Konvention zur Beseitigung und Abschaffung der Zwangsarbeit aus dem Jahr 1951 (70 Staaten).
Weitere Abkommen gegen die Kinderarbeit sind der internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von 1976 (133 Staaten) sowie der Pakt über Bürgerrechte und politische Rechte aus dem selben Jahr (132 Staaten), der Sklaverei, Zwangsarbeit und Leibeigenschaft verbietet.
keh/ju
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021345 JUN 98
Schwerstarbeit in Bergwerkstollen und auf hoher See
Rund 250 Millionen Kinder müssen weltweit schuften
Bonn, 2. Juni (AFP) - Sie kriechen durch enge Bergwerkstollen, schuften auf hoher See oder müssen in staubigen Fabrikhallen Teppiche weben - bis zu 16 Stunden am Tag und oft gegen geringsten Lohn. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) arbeiten weltweit mehr als 250 Millionen Kinder, zum Teil müssen sie Schwerstarbeit verrichten. Die meisten von ihnen arbeiten in Entwicklungsländern, wo die Einkommen der Eltern nicht ausreichen, um die Familie zu ernähren. Mehr als die Hälfte aller Kinderarbeiter sind in Asien beschäftigt, 32 Prozent in Afrika und sieben Prozent in Lateinamerika.
Zwei Drittel der Minderjährigen müssen unter lebensgefährlichen Bedingungen arbeiten: In Indonesien, Thailand und auf den Philippinen beispielsweise werden Jungen zwischen zehn und 15 Jahren zum Tauchen eingesetzt. Ohne Schutzanzüge müssen sie bis zu zwölf Stunden am Tag im Wasser verbringen. In den Streichholz- und Feuerwerksfabriken Südindiens ist jeder dritte Arbeiter ein sechs bis zehn Jahre altes Kind.
Minderjährige Mädchen werden vor allem im Haushalt eingesetzt. Im südafrikanischen Simbabwe etwa haben sie einen zehn- bis 14-Stunden-Tag. In Bangladesch ist jedes vierte im Haushalt beschäftigte Kind erst fünf bis zehn Jahre alt. Oft bekommen die kleinen Hausangestellten keinen Lohn. Immer mehr Kinder werden zudem zur Prostitution gezwungen. In Asien gibt es bereits eine Million minderjährige Opfer sexueller Ausbeutung.
Aber auch in Europa, vor allem in Italien und Portugal, und in den USA werden Kinder zu harter Arbeit herangezogen. In einigen US-Bundesstaaten müssen schon Sechsjährige vor und nach der Schule bei der Orangenernte helfen, sie stehen dafür um vier Uhr früh auf und verdienen zwei Dollar am Tag.
eha/ju
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021355 JUN 98
Kinderknechte und kleine Sklaven
ILO will Kinderarbeit abschaffen
Von Christiane Oelrich
Genf (dpa) - Der Inder Shankar ist Teppichknüpfer, Sunita aus Nepal Hausmädchen, Daya Prostituierte in einem Bordell in Neu Delhi. Alle drei sind noch Kinder, sechs, zehn und 14 Jahre alt, und werden als billige und willenlose Arbeitskräfte ausgebeutet. Jedes vierte Kind zwischen fünf und 14 Jahren muß arbeiten, etwa 250 Millionen Kinder weltweit, schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).
Zehntausende Kinder in Afrika, Asien und Südamerika haben sich in den vergangenen Monaten einem Weltmarsch gegen Kinderarbeit angeschlossen. Am Montag erreichten sie Deutschland. Am Samstag kommen die Kinder nach Genf, um ihr Schicksal vor Beginn der ILO- Jahrestagung in Erinnerung zu rufen. Die Delegierten dieser Spezialorganisation der Vereinten Nationen wollen von nächster Woche an (2. Juni) über eine Konvention beraten, die die schlimmsten Formen der Kinderarbeit beseitigen soll.
Auf die Ausbeutung von Kindern in Asien werden immer wieder Schlaglichter geworfen. Internationale Aufschreie gab es wegen der kleinen Teppichknüpfer in Indien oder der Fußballnäher in Pakistan. Doch auch in Osteuropa ist in Zeiten der wirtschaftlichen Misere die Kinderarbeit nach ILO-Angaben wieder auf dem Vormarsch. Heute leben 61 Prozent der Kinderarbeiter in Asien, 34 Prozent in Afrika und sieben Prozent in Lateinamerika. In Afrika muß von den Kindern zwischen fünf und 14 Jahren fast jedes zweite arbeiten, um die Familie zu ernähren.
In Nigeria schwingen Zwölfjährige, barfuß und unterernährt, riesige Hämmer, um in Steinbrüchen Granit zu zertrümmern. Acht- und Neunjährige graben in Bergwerken 30 Meter unter der Erde. In Venezuela schuften Kinder schon mit zehn Jahren bis zu 15 Stunden am Tag als Haushaltshilfen.
In manchen asiatischen Ländern werden Zwölfjährige an Bordelle verkauft. Anderswo müssen Kinder Waggons in Bergwerken ziehen, in stinkenden Hinterhöfen Leder gerben, in Steinbrüchen Felsbrocken schleppen, Feuerwerkskörper mit Explosivmaterial füllen oder im Meer tief nach Fischernetzen tauchen.
Oft wird schon Fünf- und Sechsjährigen ein Haushalt mit kleineren Geschwistern aufgebürdet, weil beide Eltern sich Arbeit außer Haus suchen müssen, um die Familie durchzubringen. Mit ihren Aushilfsarbeiten tragen sie oft bis zu einem Viertel zum Familien- Einkommen bei. Andere werden zusammen mit ihren Eltern wie Sklaven gehalten, um Schulden abzuzahlen.
Arbeitgeber sagen oft, sie beschäftigten Kinder, weil sie flinkere Finger haben und billiger sind. Den ILO-Studien halten diese Argumente nicht stand. Da die Kinder auch weniger leisten, macht der gesparte Lohn etwa beim Teppichknüpfen nur fünf bis zehn Prozent aus. Die ILO glaubt deshalb, das Kinder bevorzugt werden, weil sie weniger über ihre Rechte wissen und seltener aufmucken.
Die ILO unterstützt inzwischen mehr als 1 000 Hilfsorganisationen, die Kinder aus dem Elend holen wollen. So wird Eltern in der Türkei gezeigt, wie mit Hühner- oder Bienenzucht ebensoviel Einkommen erzielt werden kann wie mit dem Ausleihen ihrer Söhne für Frondienste in der Landwirtschaft. In Nepal bieten Helfer in abgelegenen Regionen Zufluchtstätten für Mädchen, die sonst in Bordelle geschickt würden. Viele lernen dort ein Handwerk, mit dem sie kleine Geschäfte eröffnen können.
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261327 Mai 98
Amnesty: In Südasien werden Kinder gefoltert und ausgebeutet
Neu Delhi/London (dpa) - In Südasien werden nach Angaben von Amnesty International (AI) Kinder gefoltert, zur Prostitution gezwungen, in Fabriken ausgebeutet und als Soldaten mißbraucht. Ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht der Menschenrechtsorganisation geht mit den Staaten der Region hart ins Gericht. Er listet die Abtreibung weiblicher Föten in Indien, die Todesstrafe gegen Minderjährige in Pakistan und Bangladesch und den Handel mit Kindern aus Nepal auf. AI startet am Mittwoch in Karachi (Pakistan) und Dhaka (Bangladesch) eine Kampagne für die Menschenrechte der Kinder.
Auch wenn staatliche Stellen ihre Verantwortung abstritten, trage ihre Tatenlosigkeit zu den Mißständen bei, schreibt AI. In Südasien (Indien, Pakistan, Bangladesch, Nepal, Sri Lanka, Afghanistan und Bhutan) sind fast die Hälfte der insgesamt 1,2 Milliarden Einwohner jünger als 18 Jahre. "Die Kinder Südasiens sind nach wie vor einer langen Liste von Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt", heißt es in dem Bericht. Täter seien staatliche Stellen, bewaffnete Gruppen, aber auch Familien, Menschenhändler, Zuhälter und die Wirtschaft.
Auch die Armut trage zur Not der Kinder bei. Jährlich sterben in diesen Ländern 4,7 Millionen Kinder unter fünf Jahren an heilbaren Krankheiten wie Durchfall und Atemwegsinfektionen, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Mädchen seien besonders betroffen. Das gelte auch für die Menschenrechtsverletzungen. Mädchen werden nach Aussage von AI in Südasien als Belastung angesehen. Weibliche Föten würden deshalb abgetrieben, Mädchen gleich nach der Geburt getötet oder später schlecht versorgt.
©dpa
220700 Apr 98
Mißhandlung von Kindern in Südasien angeprangert
Amnesty: Mehr als 9000 Mädchen in Bordelle verschleppt
London, 22. April (AFP) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) hat schwere Mißhandlungen von Kindern in Südasien angeprangert. In einem 50seitigen Bericht, der am Mittwoch in London veröffentlicht wurde, dokumentiert ai das harte Schicksal zahlreicher Jungen und Mädchen in den Ländern dieser Region. Viele von ihnen werden dem Bericht zufolge zu Sklavenarbeit, Prostitution oder Militäreinsätzen gezwungen. Allein aus Nepal und Bangladesch sollen Jahr für Jahr mehr als 9000 Mädchen in Bordelle nach Indien und Pakistan verschleppt werden, oft mit Wissen der Behörden. Amnesty forderte die Regierungen der entsprechenden Staaten auf, die Rechte der Kinder zu schützen und die UN-Kinderschutzkonvention einzuhalten.
Unter anderen dokumentiert der ai-Bericht einen Fall, wonach ein zwölfjähriger Junge in Bangladesch nach einem Diebstahl zwölf Jahre lang mit Fußeisen in Haft gehalten wurde, bis sich schließlich die Anschuldigungen als haltlos erwiesen. In der pakistanischen Provinz Sindh halte ein Großgrundbesitzer zahlreiche Kinderarbeiter zu Zwangsarbeiten in einem eigenen Gefängnis, hieß es in dem Bericht weiter. Die Mädchen in diesem Gefängnis seien wiederholt vom Großgrundbesitzer und seinen Söhnen vergewaltigt worden.
ago/ju
© AFP
221411 APR 98
Links zum Thema:
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Kindernothilfe e.V.
Kindermissbrauch in der 3. Welt
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