Reise zu den Quellen des Chan-Buddhismus in China

Franz-Johannes Litsch


Im Mai/Juni des Jahres 1999 hatte ich das grosse Glück mit dem vietnamesischen Zen-Lehrer Thich Nhat Hanh eine Reise zu den Quellen des Zen- bzw. Chan-Buddhismus in China unternehmen zu dürfen. Es war wahrhaftig eine Reise auf dem Weg zurück zu "meinem Gesicht, bevor mein Vater und meine Mutter geboren wurden". Darüberhinaus war es Sinn dieser Reise - wie es Thich Nhat Hanh formulierte - die Tore des Buddhismus in China wieder (für die Aussenwelt) zu öffnen. Rückblickend scheint uns dies gelungen zu sein.

Die Reise kann ohne Übertreibung als historisches Ereignis betrachtet werden. Wie sehr es ein solches war, das war mir (und fast allen Teilnehmern) davor kaum richtig bewusst. Tatsächlich durfte zum ersten Mal in der gesamten 2000-jährigen Geschichte des Buddhismus in China eine grössere Gruppe von Dharma-Schülern aus dem Westen sich längere Zeit in chinesischen Chan-Klöstern aufhalten und mit den Mönchen, Nonnen und dortigen Dharma-Meistern praktizieren. Und zum ersten Mal öffnete das 50 Jahre unter der Herrschaft des Maoismus stehende China seine buddhistischen Klöster der Begegnung mit Menschen aus den verschiedensten Ländern der Welt.

Zunächst war da bei fast allen Mitreisenden aber die Frage, gibt es überhaupt noch oder wieder lebendigen Buddhismus und authentisches Chan im heutigen China? Wissen wir doch im Westen über die Situation des Dharma im heutigen China fast nichts. Es fehlt sowohl an direkten Erfahrungen von Besuchern wie an Berichten oder Veröffentlichungen dazu.

Der Eindruck unserer Reise war: das Dharma ist in der VR China heute wieder lebendiger und authentischer als wir im Westen bisher auch nur ahnten. Wir konnten 5 grosse berühmte Chan-Klöster und zahlreiche weitere buddhistische Tempel und Klöster (auch der Reinen-Land-Schule) besuchen. Überall trafen wir eine intensive Wiederaufbau-Arbeit an, überall sahen wir eine Vielzahl junger begeisterter Mönche und Nonnen, begegneten wir hervorragenden alten und jungen Chan-Meistern und erfuhren wir die grosse Hingabe und Unterstützung vieler Laien für die Religion und Kultur ihres Volkes. So kann man sagen: das Dharma in China ist wieder in voller Blüte!

Die Reise war zustande gekommen durch eine Einladung der "Buddhist Association of China" an den auch in China inzwischen prominent gewordenen Dharmalehrer Thich Nhat Hanh und seine Mönchs-, Nonnen- und Laien-Gemeinschaft von Plum Village in Frankreich. Thich Nhat Hanh wollte die Reise zu den Quellen seiner eigenen Tradition zum Anlass nehmen, den chinesischen Buddhisten, dem Volk und der Regierung vor Augen zu führen, wie gross das Interesse der übrigen Welt am spirituellen Reichtum ihres Landes und ihrer Geschichte ist. So kam eine Delegation von Thich Nhat Hanh-Schülern zustande, die aus 182 Menschen aus 16 verschiedenen Ländern bestand. Darunter ca. 30 Mönche und Nonnen, eine ebenso grosse Gruppe von Vietnamesen aus dem Westen und aus Vietnam selber und von Chinesen aus Taiwan oder westlichen Ländern. Die weiteren Teilnehmer kamen aus Nordamerika, Südamerika, verschiedenen Ländern Europas, aus Israel, Indien, Australien, Neuseeland bis Japan. Auf Grund dessen mussten auch alle Wortbeiträge auf der Reise jeweils in 4 Sprachen übertragen werden (Englisch, Französisch, Chinesisch und Vietnamesisch).

Das grosse, weltweite Interesse an einer Öffnung des chinesischen Buddhismus für kulturinteressierte Besucher und Dharma-Praktizierende begegnet im Augenblick einem eben so starken Interesse der derzeitigen Regierung Chinas an der intensiven wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und einem beträchtlichen Ausbau des Tourismus-Geschäfts. Die Infrastruktur dafür mit Hotels, Reise-Agenturen und Transport- Unternehmen, Autobahnen und Shopping-Palästen wurde in den letzten 20 Jahren in enormem Ausmass bereit gestellt. Doch fehlt es offensichtlich an Nachfrage und Anreiz, die Touristenmassen kommen nicht so wie erwartet. Denn zumindest das zentrale Han-China macht weitgehend den Eindruck eines flächendeckend industrialisierten, landschaftlich und kulturell zerstörten Landes. Die Städte sind fast ausnahmslos riesig, hässlich, gesichtslos und hochgradig umweltverschmutzt. Die Landschaft in der Ebene ist zersiedelt und kennt kaum noch Reste natürlicher, unbeeinträchtigter Schönheit. Die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens ist intensiv, zwar wird der stark dezimierte Baumbestand wieder aufgeforstet, doch dominiert Monokultur. Fast alle Zeugnisse der jahrtausendealten Kultur, ob Tempel, Adelshäuser, Bauernhöfe oder traditionelle Wohnviertel wurden durch den sozialistischen Industrialisierungswahn, die sog. proletarische Kulturrevolution oder den heutigen kapitalistischen Modernisierungsrausch hinweggefegt. Zurück blieben proletarisches Grau in Grau oder jetzt die spiegelnden Glas- und Chromtempel der neuen globalen Konsumreligion. Nur die Gebirgsgegenden und traditionellen heiligen Berge ragen daraus gleich Inseln der Seeligkeit hervor.

Um den erwünschten Touristenmassen überhaupt etwas Attraktives bieten zu können (was es nicht auch anderswo gibt) erlaubt der Staat in den letzten Jahren den grosszügigen Wiederaufbau der buddhistischen, daoistischen und konfuzianischen Tempel und Klöster. Die Kosten dafür werden allerdings alleine von den Spenden der Gläubigen aufgebracht. Damit daraus kein grösserer gesellschaftlicher Einfluss des Buddhismus entsteht, ist den Klöstern und Ordinierten keinerlei religiöse oder soziale Betätigung ausserhalb der Tempel- und Klostermauern gestattet. Ausserdem stehen die Klöster (wie wir mehrfach erfuhren und beobachten konnten) unter strenger polizeilicher Beobachtung und Aufsicht. Fast jede Kloster-Tätigkeit muss von den Behörden genehmigt werden. Ausländische Besucher wurden bisher entweder garnicht oder nur unter Kontrolle zugelassen oder sie zahlten Eintritt und durften den Tempel nach Art eines Museums betrachten. Für etliche Tempel und Klöster müssen aber selbst einheimische Gläubige Eintritt bezahlen, den der Staat einkassiert.

Auf unserer Reise konnten wir nun zahlreiche buddhistische Tempel und Klöster für längere Zeit besuchen. Fast alle waren in der Kulturrevolution zerstört oder in ihrer Nutzung verändert worden (dienten als Fabriken, Kinos oder Lagerhallen usw.), fast alle wurden in den letzten 16 Jahren wiederaufgebaut oder waren gerade mitten in der Wiederherstellung. Alleine diese Wiederaufbau-Leistung der Menschen in diesem Land ist enorm und grossartig.

Das offizielle Besuchsprogramm (nach einigen touristischen Ausflügen zum Kaiserpalast und zur grossen Mauer) begann in Peking in einem Chan-Tempel, welcher der Sitz der "Buddhist Association of China", also der höchsten offiziellen Vertretung des Buddhismus im Lande ist. Zu unserer Verwunderung wurden wir von unserem Hotel dorthin in einem von Polizeifahrzeugen begleiteten Bus-Konvoi gebracht, die Strassenkreuzungen wurden für uns abgesperrt und wir wussten nicht so recht, ob wir uns als Gefangenentransport oder höchst wichtigen ausländischen Staatsbesuch fühlen sollten. (Dies passierte uns auch in der Provinz mehrfach, während wir uns an anderen Orten wieder ganz frei und problemlos bewegen konnten). Vor und im Tempel erwarteten uns Tausende von Menschen, die die Hände gefaltet hatten, Gebete sprachen und sich vor uns verneigten, einige hatten Tränen in den Augen... Dann gingen wir (alle nichtordinierten Teilnehmer unserer Delegation hatten sich zuvor eine chinesische Laienrobe zulegen müssen) unter dem Dröhnen der grossen Glocke und Trommel durch ein langes Spalier von Mönchen und Nonnen, durch verschiedene Hallen und Höfe bis zur grossen Buddha-Halle. Dort folgten feierliche Gesänge, Niederwerfungen und Begrüssungsworte. Anschliessend kamen wir in einem grossen Raum zu einem Gespräch mit dem Abt und den Hauptmönchen zusammen. Es gab Tee, Obst und Gebäck, Geschenke wurden ausgetauscht, Teilnehmer vorgestellt. Abschliessend waren wir zu einem grossen festlichen Bankett eingeladen.

Diese höchst offizielle und geradezu triumphale Form des Empfangs wiederholte sich in fast allen Klöstern und Tempeln, die wir während der Reise besuchten. Erst dadurch wurde uns die grosse Hochachtung für Thich Nhat Hanh in diesem Land und die (auch von chinesischer Seite gesehene) Tragweite und historische Bedeutung unseres Besuches so richtig bewusst. Und von der kann man sagen, dass mit dieser Reise tatsächlich die Tore des Buddhismus in China für westliche Praktizierende geöffnet wurden. Ab jetzt ist es möglich, in chinesischen Klöstern, an den historischen Urstätten und Quellen des Zen das Dharma zu studieren und zwar in der seit 1400 Jahren kaum veränderten und authentischen Form, wie sie von Hui Neng, Chao Chou (japanisch Joshu), Lin Chi (japanisch Rinzai) und anderen gelehrt wurde.

Die von uns besuchten Klöster haben diese Einladung ausdrücklich ausgesprochen und sie haben bereits viel getan, um die dafür notwendigen Bedingungen (Gästezimmer, Sanitäranlagen, usw.) bereitzustellen. Einzige Hindernisse dafür werden allerdings für einige Zeit noch die sprachlichen Barrieren und die Anreisemöglichkeiten zu den meist abgelegenen Orten sein. Für Einzelne ist es ohne Mindestkenntnisse in Chinesisch fast unmöglich im Land oder in den Klöstern zurecht zu kommen. Englisch ist in der Provinz und in den Klöstern noch keine bekannte Sprache. So bieten sich am ehesten chinesisch begleitete Gruppenreisen zu Retreats in den Klöstern an.

Man kann aber wohl heute bereits die Vorhersage treffen, dass der Bedeutung und Verbreitung des chinesischen Buddhismus im Westen in den nächsten Jahrzehnten eine grosse Zukunft bevorsteht. Dabei kennt dieses Land ja nicht nur eine herausragende Chan-Tradition sondern auch eine grosse Tradition der monastischen Reinen-Land-Schule, der Tian Tai- Schule, der Yogacara-Schule, der Hua Yen Schule usw. (Traditionell unterscheidet man in China 8 klassische, chinesische Dharma-Schulen, es sind dies die: Lüzong (Vinaya-Schule), Sanlunzong (Madhyamaka-Schule), Jingtuzong (Sukhavati-Schule), Chanzong (Chan-Schule), Tiantaizong (Tiantai-Schule), Huayanzong (Avatamsaka-Schule), Faxiangzong (Yogacara-Schule), Mizong (Tantra-Schule). Einige dieser Schulen sind jedoch ausgestorben.)

Nachdem wir in Peking noch die buddhistische Akademie besuchten, in der Novizen und Schüler das Dharma studieren und Thich Nhat Hanh dort einen Dharma-Vortrag halten konnte, ging unsere Reise in die Provinz Hebei, die als das Herzland des Rinzai-Zen in China gilt. Hier lebten und lehrten zahlreiche der bekannten klassischen Chan-Meister, wie wir sie aus den überlieferten Koan-Geschichten kennen. Und hier verbrachten und praktizierten wir mehrere Tage im wunderschönen Kloster von BaiLin. In diesem Kloster hatte der grosse Meister Chao-Chou (japanisch Joshu) gelebt. Von ihm stammen etliche der berühmtesten Koans wie: "Hat der Hund Buddha-Natur? - MU"; "Warum kam Bodhidharma aus dem Westen? - Die Zypresse im Garten!"; "Hast Du deinen Tee getrunken? Dann geh und wische deine Teeschale aus" usw.

Das Kloster liegt mitten in einem unansehlichen, ärmlichen und staubigen Provinzstädtchen und wurde in den vergangenen Jahren völlig neu wiederaufgebaut. Es war mit Ausnahme der Pagode, die die Asche Chao Chou´s und anderer berühmter Äbte enthalten soll, während der Kulturrevolution völlig zerstört worden. Jetzt steht da eine sehr schöne, grosse und eindrucksvolle Klosteranlage, die Platz für mehrere Hundert Praktizierende bietet. Es war ein tief bewegendes Gefühl an diesem Ort zu sein, wo vor 1300 Jahren ein Mensch lebte, der heute immer noch, ja mehr denn je Menschen überall auf der Welt zu faszinieren und inspirieren vermag. Und tatsächlich stehen im Hof und Garten des Klosters jene Zypressen, auf die Chao Chou einst seine Schüler verwies.

Das Kloster ist seit seiner Gründung während der Tang-Dynastie (ca. 6. Jhdt.) berühmt als Kloster der Guan Yin, der weiblichen Form von Bodhisattva Avalokiteshvara. Für sie gibt es jetzt auch wieder eine sehr schöne weite Halle mit einer grossen vergoldenen madonnenartigen Altarfigur. Guan Yin, die Verkörperung des Mitgefühls spielt im gesamten chinesischen Buddhismus eine enorm grosse Rolle, sie fehlt in keinem Tempel und Kloster und wird fast mehr verehrt als Shakyamuni Buddha selber. Eine Vielzahl schöner Mantragesänge sind ihr gewidmet. In etlichen öffentlichen Tempeln tönen diese fortwährend aus den Lautsprechern, was auf Grund von Überlautstärke und schlechter Aufnahme gelegentlich dann nicht mehr so schön ist.

Das BaiLin Kloster hat heute eine grosse, junge und lebendige Mönchssangha. (Im chinesischen Chan existiert im Unterschied zum japanischen Zen noch die volle Mönchs- und Nonnenordination gemäss der Vinaya-Tradition des Mahayana). Sie wird geleitet von dem (ca. 55 jährigen) Abt Jing Hui, der auch einer der Vizepräsidenten der Buddhist Association of China ist und dem wir in Peking bereits begegnet waren. Unter seiner Anleitung und mit der Unterstützung der Mönche praktizierten wir in diesem Kloster mehrere Tage und der Abt und Thich Nhat Hanh gaben mehrere Dharma-Vorträge. Am letzten Abend gab es unterm südlichen Sternenhimmel eine sehr eindrucksvolle gemeinsame Lichtopferprozession für den Frieden in der Welt - von der Guan-Yin-Halle aus durch die Tempelanlage zur Patriarchen-Pagode. Dabei sangen wir zusammen ein vietnamesisches Guan Yin-Mantra (Guan Yin heisst in Vietnam Kwan Am).

Diese Friedensgeste war wichtig, denn die politische Grosswetterlage für die Reise war sehr ungünstig. Die Nato hatte unmittelbar vor unserer Ankunft die chinesische Botschaft in Belgrad bombardiert und die Aufregung und Empörung darüber in China war enorm. Die Regierung in Peking bombardierte daraufhin ihrerseits 14 Tage lang die Bevölkerung mit antiwestlicher, insb. antiamerikanischer Propaganda. Die in Belgrad Getöteten wurden zu "Helden der Nation" erklärt und es gab landesweite Trauerfeiern für sie. So war denn befürchtet worden, dass es zu Angriffen der Bevölkerung auf uns kommen könnte, da unter uns ja zahlreiche Teilnehmer aus den Nato-beteiligten Ländern waren. Aber wir haben absolut nichts an irgendwelchen Feindseligkeiten erlebt. Im Gegenteil, uns begegnete überall entweder grosses Staunen und unverholene Neugier oder herzliche Freundlichkeit. Im Ort des BaiLin Klosters wurden wir gar so verwundert angeschaut, als kämen wir direkt vom Mars. Offensichtlich hatten die Menschen hier überhaupt noch nie Ausländer gesehen.

Ein Fahrstunde vom BaiLin Kloster entfernt befindet sich der Ort Zheng Ding. Hier steht der Rest des einstigen Stammklosters der Rinzai-Zen-Linie und hier lebte und wirkte der grosse Meister Lin Chi (Rinzai), der Begründer jener Zen-Tradition, die nicht nur bis heute massgeblich die Gestalt des Zen insgesamt geprägt hat, sondern auch der japanischen Kultur und Kunst ihre entscheidenden Impulse gegeben hat. Die Lin Chi-Linie war in China ehemals nur eine von 5 Chan-Schulen. Nach Lin Chi wurde sie jedoch die bedeutenste und mit Ausnahme der Tsao Dong Schule, die im japanischen Soto-Zen weiterlebte, verschwanden bald alle anderen. So ist Chan-Buddhismus in China heute (meiner Kenntnis nach) ausschliesslich Lin Chi (Rinzai)-Tradition.

Auch hier liegt das Kloster mitten im Ort zwischen staubigen kleinen Gassen und bescheidenen einstöckigen Wohnhöfen. Es war zwar in der Kulturrevolution nicht unbehelligt geblieben aber auch nicht völlständig zerstört worden, so dass es noch alte Bauteile gibt. Auch besitzt das Kloster eine äusserst wertvolle Sammlung an uralten Kaligraphien und Tuschbildern vergangener Meister. Doch hatte das Lin Chi-Kloster wohl in den vergangenen Jahrhunderten keine grosse Zeit mehr, es wirkte verfallen, arm und klein. Heute wird es geleitet von einem zierlichen alten Abt, mit Namen You Ming, der uns sofort durch seine zutiefst freundliche und liebevolle Austrahlung faszinierte. Er hat sich zum Ziel gesetzt, dem Kloster wieder sein alte Bedeutung zurückzugeben und es zu einem internationalen Dharma-Praxis-Zentrum werden zu lassen. Der Wiederaufbau und die Erweiterung ist begonnen, aber es fehlen noch sichtlich die erforderlichen finanziellen Mittel. Thich Nhat Hanh hat - bewegt von der Begegnung mit diesem Ort und Abt - spontan eine Spende von 10.000 US$ zugesagt.

Das nächste Kloster, in dem wir den längsten Aufenthalt der Reise hatten, liegt im kulturellen Herzen des alten China, in der Mündungsregion des Yangtse, wo dieser sich mit dem alten Kaiserkanal kreuzt, also in der Umgebung von Nanjing, Shanghai, Hangzhou, Suzhou und Yangzhou (die letzteren 3 gelten als die schönsten Städte Chinas). Hier stand einst unmittelbar am Kaiserkanal das uralte und berühmte Kloster Gao Ming, das mehrfach auch Aufenthalt und Rückzugsort chinesischer Kaiser war und wo in der Frühzeit des chinesischen Buddhismus der vietnamesische Mönch Tan Hoi lebte und lehrte.

Auch dieses Kloster war in der Kulturrevolution völlig zerstört worden. Heute lebt, lehrt und wirkt dort ein Chan-Meister, der auf uns den allergrössten Eindruck machte, der 84 jährige Abt De Lin. Er ist seit 55 Jahren Chan-Mönch und hatte in seinem Leben endlos viel an politischen Wirren und Leiden der jüngsten chinesischen Geschichte miterlebt, war mit der Zerstörung des Klosters auch vertrieben worden und musste danach 20 Jahre lang in Shanghai in einer Fabrik arbeiten. Wie er uns sagte, betrachtete er dies aber als Segen Buddhas, denn er konnte dabei sehr tief das Denken und Leiden der Menschen kennenlernen. Von seinen eigenen Demütigungen und Leiden sprach er nicht. Als 1984 die Wiedererrichtung der Klöster erlaubt wurde, kehrte er sofort nach Gao Ming zurück und begann mit dem Wiederaufbau. Heute kann er bereits ein beeindruckend grosses und schön gestaltetes Kloster- und Dharma-Ausbildungszentrum vorweisen. Wie er sagt, ist das erst 40 % dessen, was einst stand und was er wiederherstellen möchte. Was ihm vor allem noch fehlt und ein grosses Herzens-Anliegen ist, sind zwei Dharma-Bibliotheken, eine für die komplette Sammlung aller Sutras und eine für Kommentar-Schriften. Im Unterschied zu früheren Zeiten gibt es im heutigen chinesischen Chan keine Schriften-Feindlichkeit mehr. Das Studium der Texte wird stattdessen als grundlegend und unverzichtbar betrachtet, denn zu viel ist in der Bevölkerung und bei den Praktizierenden an Dharma-Kenntnissen verloren gegangen. So sollen an diesem Ort ab jetzt Interessierte aus aller Welt die ungebrochene Tradition des Chan kennenlernen können.

Dabei ist De Lin nicht nur ein ausgezeichneter Organisator, Bauherr und Klostervorsteher sondern auch ein hervorragender traditionell- chinesischer Künstler und schliesslich ein wirklich tief verwirklichter Dharma-Meister und Praxis-Lehrer. Seine würdevolle Ausstrahlung, allgegenwärtige Präsenz, bescheidene Freundlichkeit und Fürsorglichkeit machte auf uns alle einen tiefen Eindruck. Für mich verkörpert sich in ihm anschaulich die ganze Grösse und Weisheit der 4000-Jahre alten chinesischen Kultur. Als Geste seiner Wertschätzung und seines Dharma-Segens für uns erhielten in der Meditationshalle sämtliche 182 Teilnehmer von ihm zwei sanfte Schulterschläge mit dem "Erweckungsstock".

Meister De Lins Dharma-Lehrer war ehemals der Mönch Hsu Yun (Leere Wolke), der bedeutendste Zen-Meister und Erneuerer des Chan in China in diesem Jahrhundert. Er soll das sagenhafte Alter von 120 Jahren erreicht haben. Überall im Lande sahen wir in den Klöstern alte Fotos von seiner eindrucksvollen Persönlichkeit (siehe nebenan). Leider ist er im Westen bisher noch fast völlig unbekannt. Dabei gibt es offensichtlich eine ganze Reihe von Schriften und Gedichte aus seiner Hand.

Wir lebten und praktizierten in diesem Kloster, das eine grosse Mönchs- und Nonnen-Sangha umfasst, eine Woche lang und hatten eine Vielzahl eindrucksvoller Erlebnisse und Begegnungen mit den Mönchen, dem Abt und den anwesenden Laien. Die Dharma-Praxis ist streng aber nicht von der gelegentlich martialischen Härte des japanischen Zen. Es wird morgens sehr früh aufgestanden. Die Gehmeditation findet in grossem Tempo statt, die Meditationszeiten (Zazen) dauern mitunter bis zu einer Stunde. Weit anstrengender empfanden wir allerdings das Zuhören der meist langen (und für uns zusätzlich in 3 Sprachen übersetzten) Dharma-Vorträge des Abtes im "Sitzen, wie auf einem Stuhl" (Beine parallel, Füsse auf dem Boden, keine Rückenlehne).

Als ganz besonders schön und eindrucksvoll erlebten wir (in allen Tempeln, in diesem aber besonders) die vielen verschiedenartigen Rituale, Gesänge, Niederwerfungen und Prozessionen in der Buddha-Halle. Die Rezitation verläuft anders als die japanische nicht auf einem Ton sondern sehr melodisch und geht über eine Gefühlskala, die von melancholisch sanft und still über feierlich ernst, rasend schnell und wild bis zu begeistert jubelnd reicht. Dabei wirkt noch eine ganze Palette von Schlag- und Klanginstrumenten mit, unter denen die riesige Tempelglocke besonders tief berührt, gilt sie doch als der letzte Klang, der uns im Sterben noch erreicht.

Ein anderes uns täglich mehrfach beeindruckendes Erlebnis war die rein vegetarische Klosterküche. So lange, so gut habe ich noch nie gegessen. Die Vielfalt und Schönheit in der Zubereitung der Speisen war einzigartig und grenzenlos. Auch hier zeigte sich wieder, was für eine reiche und kreative Kloster-Kultur China in seiner Geschichte hervorgebracht hat. Zu unserem Abschiedsessen wurde uns ein Menue mit 26 verschiedenen Gängen aufgetragen. Und all das wurde von Laien zubereitet, die dafür kostenlos ihre Zeit und Arbeit gaben. Dies gilt als Bodhisattva-Dienst am Anderen, den jeder fromme chinesische Buddhist immer wieder mal im Kloster ableistet.

Im Lauf der Woche des gemeinsamen Praktizierens nach Gao Ming- und Plum Village-Stil entstand eine zunehmende Vertrautheit beider Seiten miteinander und es gab Begegnungen und Augenblicke tiefer Freundschaft. Am vorletzten Tag tauschten die Mönche von Thich Nhat Hanh und von De Lin gar ihre Roben miteinander aus. Als schönste und natürlichste Brücke erwies sich dabei die Sprache des Klanges und Gesangs. Immer wieder trugen die beiden Gruppen sich gegenseitig spirituelle Gesänge vor.

Jeden Abend gab es in der Buddha-Halle einen uns alle sehr berührenden Nachtgesang. Dabei wurde zuerst die gewaltige Trommel geschlagen, dann setze die riesige schwere Glocke ein und schliesslich sang ein Mönch eine wunderschöne, stille Melodie, in grösseren Abständen vom dunklen, weit hörbaren Dröhnen der Glocke begleitet. Abschliessend wurde von einem Mönch ein Holz geschlagen, das sich immer mehr vom Tempel entfernte bis es verklang.

An einem dieser Abende wurde es einem unserer Teilnehmer erlaubt, den singenden Mönch mit der Querflöte zu begleiten und andere Teilnehmer durften die grosse Glocke schlagen. Danach übten mehrere der Chan-Mönche noch eines der schönen uralten geistlichen Lieder mit uns ein. Es war ein unvergessliches Erlebnis und es wurde uns bewusst, welche grossen und im Westen noch völlig unbekannten, kulturellen und geistigen Schätze der Buddhismus in Asien für uns bereit hält. (Alle meine Asienreisen haben bisher diesen Eindruck bestätigt, dass im Grunde das, was wir vom Buddhismus im Westen bisher kennen, nur ein erster, knapper Eindruck ist, dass es noch sehr viel zu entdecken und zu lernen gibt.)

Am Ende der Retreat-Woche pflanzten der Abt, Thich Nhat Hanh und jeder Teilnehmer eine kleine Zypresse auf dem Gelände des Klosters als Ausdruck der Buddha-Natur aller Dinge, unserer ökologischen Verantwortung für den Planeten und unserer bleibenden Verbundenheit mit dem Kloster. Am letzten Abend schliesslich überreichte Meister De Lin an Thich Nhat Hanh den "Stock des Erwachens" (jap. Kyosaku) und ernannte ihn zeitlebens zum Vorsteher der Meditationshalle. (Der hölzerne Kyosaku wird hier interessanterweise nicht beim Sitzen sonden beim Gehen verwendet und hat die Form eines Schwertes, das "Schwert des Manjushri"). Der Abschied von diesem Kloster war tatsächlich der Abschied von guten Freunden, zahlreiche Angehörige und Unterstützer des Klosters kamen, um uns zuzuwinken und Vielen im Bus und draussen standen die Tränen in den Augen.

Ein weiteres berühmtes Kloster, in dem wir grossen Empfang hatten, war das Da Ming Si (Si heisst Kloster) in Yangzhou. Von diesem Kloster ging (nach japanischer Tradition) der entscheidende Impuls für die Übertragung des Buddhismus nach Japan aus. Hier lebte im 6. Jhdt. der berühmte Dharma-Lehrer und Vinaya-Meister Jengshen, der auf Wunsch japanischer Mönche, gegen den Willen des chinesischen Kaisers, blind und im hohen Alter die als sehr gefährlich geltende Überfahrt nach Japan unternahm und dort erstmals japanische Mönche vollordinierte und in die Meditationspraxis einführte. Die grosse (auf Anweisung von Ministerpräsident Tschou Enlai) ausnahmsweise nicht zerstörte und sehr schöne Klosteranlage begeisterte uns besonders durch ihren herrlichen traditionellen alten Garten. Für seine klassischen chinesischen Kunstgärten ist das uralte Yangzhou seit 2 Jahrtausenden berühmt, wir lernten noch einen weiteren davon an Yangzhous West Lake kennen.

Nach einem Flug in den Süden kamen wir in die Küstenregion von Fuzhou, hier ist die Heimat des sog. südlichen Chan. Dort besuchten wir zunächst das grosse und prachtvolle Si Tan Kloster der Reinen Land Schule. Der Tempel fiel uns durch seine eigenwillig schwingende Dachform auf, die sich auch bei den einfachen älteren Wohnhäusern dieser Gegend wiederholt. Ansonsten wurde uns hier bewusst, dass die Unterscheidung der Schulen des Buddhismus im Westen oft stark übertrieben wird. Die Unterschiede sind an äusseren Merkmalen zumeist kaum oder nur sehr schwer erkennbar und in den meisten chinesischen oder vietnamesischen Klöstern werden im selben Kloster sowohl die Chan- wie die Reine Land-Praxis gelehrt - die eine mehr für die Mönche, die andere mehr für die Laien.

Von Fuzhou ging es dann weiter die Meeresküste entlang und durch schöne Berge nach Putian, einem kleinen Provinzstädtchen, in dessen Nähe das bedeutende Quang Hoa Kloster liegt. Dieses Chan-Kloster wird geleitet von einem 33 Jahre jungen Meister und Abt (er hatte die Abtwürde bereits mit 21 Jahren erhalten !) und es fiel uns durch seinen besonders freundlichen und frischen Geist auf. Sehr schnell kam es zu einer herzlichen beiderseitigen Begegnung. Auch hier wird es in Zukunft für Westler möglich sein, zu praktizieren.

Einen etwas üppigen, knallbunten und turbulenten Eindruck machte uns dagegen das nachfolgende Pu Tuo Kloster in Xiamen. Die Zahl der Mönche und Nonnen war beachtlich und die Beliebtheit des Tempels unter den Gläubigen scheint sehr gross. Eindrucksvoll waren allerdings einige uralte Meditationshöhlen in den Felsen direkt hinter und über dem Kloster. Zu unserem Erstaunen gab es darunter auch eine mit tibetischen Steininschriften. Thich Nhat Hanh gab eine Dharma-Lecture in einem universitär wirkenden Vorlesungssaal und danach hatten wir unser fünftes grosses Bankett auf der Reise.

Letzte Station war die Gegend von Kanton im Süden, bzw. die Stadt Guangzhou, eine der ältesten, grössten und heute modernsten Städte Chinas. Nachdem wir in Peking und Hebei noch gefroren hatten, empfing uns hier tropische Schwüle. Guangzhou ist das Tor des Buddhismus in China. Über diese uralte Hafenstadt kamen bereits im 2. Jahrhundert indische buddhistische Mönche nach China und liessen sich hier nieder. Auch Bodhidharma soll, aus Indien kommend hier eingetroffen sein und zunächst in einem Kloster in der Altstadt von Guangzhou gelebt haben, bevor er nach Norden zur Hauptstadt Luoyang und danach zum Shaolin Shan ging. Und Hui Neng, der spätere 6. Patriarch lebte in der Stadt längere Zeit mit seiner Mutter.

Heute ist Guangzhou als "Sonderwirtschaftszone" die absolute Boomcity Chinas. Die Hochhäuser, Bank-, Konzern- und Hotelpaläste schiessen nur so aus dem Boden und die Stadt ist kaum noch von einer der ganz grossen US-Städte unterscheidbar. Selbst einige unserer Westler und gestandenen Dharma-Schüler waren davon nicht minder überwältigt und verwirrt. Diese Relation darf man nicht aus dem Auge verlieren, wenn man die Bedeutung des Buddhismus im heutigen China realistisch bewerten will. Das Dharma spielt trotz aller Blüte gesellschaftlich im gegenwärtigen China nur eine Randrolle (nach amtlichen Schätzungen sollen ungefähr 10% der Bevölkerung Chinas Buddhisten sein, das sind immerhin 100 Millionen Menschen - unter einer Milliarde...).

Etliche Autostunden nördlich von Kanton in den südchinesischen Bergen liegt der Ort Shaoguan. In dessen Nähe am Fuss eines Bergrückens liegt das berühmteste und ehemals bedeutendste aller chinesischen Chan-Klöster, der Nan Hua Tempel Hui Nengs, des 6. Patriarchen. Hui Neng (jap. Eno) gilt als der eigentliche Begründer der Zen-Tradition und eine seiner Lehrreden erhielt als einzige chinesische (und letzte) Lehrschrift die spätere Anerkennung als Mahayana-Sutra (genannt "das Plattform-Sutra des 6. Patriarchen"). Weit berühmt ist die Geschichte des Gata-Wettbewerbs, den der 5. Patriarch Hung Jen ausgerufen hatte, um seinen Nachfolger zu finden. Der schreibunkundige Küchengehilfe Hui Neng zeigte dabei weit tiefere Dharma-Einsicht als der hoch gebildete favorisierte Hauptmönch, so dass Hui Neng nach der heimlichen Übertragung der Patriarchenwürde durch den Abt vor dem Neid der anderen Mönche aus dem Kloster fliehen musste. Nach etlichen Wanderjahren hat er sich dann hier in diesem Kloster niedergelassen und gelehrt.

Die Klosteranlage war in den vergangenen Jahrzehnten zwar nicht zerstört worden, machte auf uns aber einen etwas heruntergekommenen und ärmlichen Eindruck. Doch konnten wir sehen, dass auch hier gerade mit Restaurierungsarbeiten begonnen wurde. Auch waren kaum Mönche oder Nonne zu sehen. Wie wir hörten, soll das Kloster aber einen grossen Zulauf an Dharma-Schülern haben und der alte Abt machte einen sehr energischen und lebendigen Eindruck. Das Tempo mit dem er übers Klostergelände ging, brachte die ganze Pilgergruppe ins Schwitzen.

In der Gedenkhalle für Hui Neng ist eine uralte Holzfigur von ihm zu sehen, die einen sehr lebendigen Eindruck von ihm vermittelt. Es war ein bewegender Moment, ich empfand mich ihm hier direkt gegenüberstehend. Nach so vielen Jahrhunderten hat dieser Mensch immer noch vielen Tausenden auf der ganzen Welt wesentliches zu sagen. Seine Lehre von der unmittelbaren Aktualisierung unserer Buddha-Natur ist heute so ins Herz zielend wie vor 1400 Jahren und wird es auch in weiteren 1400 Jahren noch sein. An solchen Orten wird uns das ewige Hier und Jetzt leicht und unmittelbar erspürbar.

Ganz in der Nähe der Stadt Shaoguan liegt übrigens auch der Tempel Dong Shan, die Geburtsstätte der Tsao Dong- bzw. Soto-Zen-Tradition des Buddhismus. Der Tempel ist heute klein, ärmlich und unbedeutend.

Letzte Station unserer Reise zu den Quellen des Zen war dann tatsächlich der älteste Quellort des Chan in China, das Kloster Guangxiao in Guangzhou. Hier an diesem Ort, an dem bereits seit dem 2. Jahrhundert indische Mönche gelebt haben sollen, soll Bodhidharma chinesischen Boden betreten und einige Zeit verbracht haben. Bis heute versteht sich darum dieses Kloster als authentisches Praxis-Zentrum des Bodhidharma-Zen. (Im heutigen Shaolin-Kloster in der Mitte Chinas ist leider vom Bodhidharma-Geist kaum noch was übrig, es wird beherrscht vom Kung-Fu Rummel). Noch einmal gab es eine schöne Begegnung mit dem Abt und den Mönchen und wurde der Grundstein für einen lebendigen kulturellen Austausch zwischen Dharma-Schülern aus dem Westen und aus China gelegt. Das Tor des Buddhismus in China steht nun offen, wir sind eingeladen, es zu durchschreiten.

Die Reise endete in Hongkong, einer Stadt, die wie keine andere in China urchinesisch und tiefreligiös ist und zugleich supermodern, gierbeherrscht und global. Ein Symbol für die eine Welt, die vor uns liegt? Zur ehemaligen Kronkolonie Hongkong gehört die grosse, gebirgige und nur gering besiedelte Insel Lan Tau, die in der britischen Zeit zusammen mit weiteren kleinen Inseln als Naherholungsgebiet für die Menschen aus Hongkong diente. Aber sie ist mehr als das, denn auf der Insel gibt es 5 verschiedene Klöster, davon 2 Chan-Klöster, zwei Tempel der Reinen Land-Schule und ein katholisches Trappistenkloster. In einem der beiden Chan-Klöster, das still und abgelegen in den Bergen liegt, leben junge Chan-Mönche und Nonnen, die gut englisch sprechen. Das Kloster steht offen für westliche Praktizierende für mehrere Tage oder auch Wochen.

Ich möchte mich verabschieden mit dem Text, den ich im Gao Ming Kloster auf die kleine Holztafel der von mir gepflanzten Zypresse geschrieben habe. Der Baum wird emporwachsen - auch wenn wir selbst nicht mehr sind.

Bodhidharma kehrt zurück in den Westen
Grenzenloser Dank den Patriarchen,
Die die Zypresse so lange bewahrten



Anmerkung:

Die hier vorliegenden Bilder sind leider keine eigenen Fotos sondern stammen aus Broschüren, die wir von den besuchten Klöstern bekommen haben.




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